#35: Ask Kay anything

Shownotes

In dieser Folge gibt es eine bunte Fragerunde von Felix für Kay: Wir sprechen darüber, ob man Unit-Tests von einer KI schreiben lassen sollte, ob Musik oder sogar eSports während der Arbeit okay sind und welcher Code-Editor sich ohne großes Budget lohnt. Außerdem diskutieren Felix und Kay die Vor- und Nachteile von Windows, macOS und Linux, werfen einen Blick auf Diversität bei der Teamassistenz und sprechen über die neue Apple Vision Pro. Eine lockere Runde voller Insights, persönlicher Meinungen und nützlicher Tipps.


🎧 Hosts:
Felix Dransfeld & Kay Domrose – Geenen IT-Systeme GmbH, Dortmund 🌐 geenen-it-systeme.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von unserem Webcafé.

00:00:10: Und heute tatsächlich so ein bisschen in Webcafé-Atmosphäre, weil wir so spät aufnehmen wie noch nie.

00:00:17: 18.30 Uhr haben wir schon und bei mir im Hintergrund könnte das sein, dass man ein paar Kinder und auch Gäste hört.

00:00:23: Aber wir haben gesagt, wir nehmen trotzdem auf, bevor wir hier die Leute wieder vertrösten müssen über Wochen,

00:00:27: nehmen wir lieber eine Folge auf, mit ein bisschen Hintergrundgeräuschen.

00:00:29: Also das sei an der Stelle einmal entschuldigt.

00:00:33: Ich dachte, das wäre jetzt der passende Zeitpunkt, dass du reingrätschen kannst.

00:00:36: Achso, hallo. Also du hast mich schon vorgestellt. Hier bin ich. Hallo, ich bin auch da.

00:00:39: Ja, es ist spät, aber top motiviert, nichtsdestoweniger.

00:00:44: Ja, und wir probieren heute so ein bisschen ein neues Format aus.

00:00:47: Das wird wahrscheinlich unter einem ganz normalen Folgennamen laufen.

00:00:50: Aber meine Idee war, ich schreibe mir einfach mal ein paar Fragen auf, die auch zum Teil vielleicht so ein bisschen kontrovers sind

00:00:55: und schmeiße die unserem lieben Kay mal entgegen.

00:00:58: Als Tech-Lead, aber auch als Mitglied unserer Firma und so weiter und so fort.

00:01:04: Und wir hören mal, was Kay da spontan darauf antworten kann.

00:01:07: Das ist eine Folge ganz nach meinem Geschmack.

00:01:09: Ich brauche ja eigentlich keinen großen Anlass, um stundenlang über irgendwelche Themen zu referieren.

00:01:14: Mal schauen, was du mir da heute für Bälle zuspielst.

00:01:17: Ja, genau. Und wenn sich das Format bewährt, dann darfst du das natürlich andersrum auch für mich mal machen.

00:01:22: Also mir einfach so ein paar Fragen reinwerfen, die ich dann versuche zu antworten.

00:01:26: Okay.

00:01:28: Also Amas, ich weiß gar nicht, wie man das ausspricht, Ask Me Anythings,

00:01:33: die so amerikanische Tech-CEOs manchmal machen.

00:01:37: Und wo dann Mitarbeiter alles fragen können, worauf sie so Lust haben.

00:01:41: Ich bin gespannt. Trinken wir denn was? Also ich habe jetzt extra was vorbereitet noch.

00:01:44: Oh Kay, ich hätte es tatsächlich vergessen, wenn du mich nicht daran erinnert hättest.

00:01:47: Ja, pass auf. So, ich habe letztes Mal von diesem ominösen Schrank berichtet, den wir da haben,

00:01:52: wo ständig neue Dinge dazukommen. Und jetzt waren wir auch wieder in einem Kurzurlaub in,

00:01:56: ich hoffe, ich spreche jetzt richtig aus, Winterswijk.

00:01:58: Ein Ort, kurz hinter der niederländischen Grenze. Und dort habe ich einen Tee gefunden,

00:02:04: einen tropischen Mango, der fantastisch gerochen hat.

00:02:08: Steht tatsächlich nicht drauf, was drin ist, aber es steht drauf, Geschmack garantiert.

00:02:13: Und nachdem ich es mir jetzt aufgebrüht habe, so ein loser Tee, den ich jetzt hier in so einem Sieb angesetzt habe,

00:02:19: sieht ehrlicherweise aus so ein bisschen wie ein Grünkohleintopf.

00:02:22: Also ich bin mal gespannt, wohin uns das führt.

00:02:25: Okay, hört sich interessant an.

00:02:27: Ja, ich habe heute...

00:02:28: ...zu späten Stunde mal einen Cappuccino mitgebracht.

00:02:31: Und zwar einen einigermaßen besonderen.

00:02:34: Ich habe nämlich die Bohnen genommen von einem neuen Kunden, den wir haben.

00:02:37: Und dessen Frau arbeitet in einer Kaffeerösterei in Hamburg.

00:02:41: Da hat der Kunde mir netterweise ein Kilo von diesen leckeren Bohnen mitgebracht,

00:02:44: die wirklich ganz fantastisch sind. Also kleine Rösterei.

00:02:46: Ich würde jetzt den Namen sagen, Kay. Jetzt habe ich aber das Kay-Syndrom.

00:02:49: Ich habe ihn vergessen. Ich werde ihn nachreichen.

00:02:51: Und ja, tolle Kaffeebohne, also ganz leicht schokoladig, schöne Röstaromen, also ganz toll.

00:02:56: Und ich habe den zubereitet hier im

00:02:58: Kaffee-Vollautomaten.

00:03:01: Ja, Kay.

00:03:02: Und die Kaffee-Vollautomaten machen ja normalerweise immer erst den Milchschaum

00:03:06: und packen dann den Espresso oben drauf.

00:03:08: Was ich mir noch nie erklären konnte, weil das ja eigentlich falsch ist.

00:03:11: Normalerweise machst du ja einen Espresso rein und dann packst du oben Milchschaum drauf.

00:03:14: Und das sieht besser aus. Du kannst Latteart machen.

00:03:17: Und ja, ob das jetzt geschmacklich einen riesen Unterschied macht, weiß ich gar nicht.

00:03:20: Außer vielleicht du willst ein bisschen die Plörre kaschieren, die da so rausgetröpfelt kommt.

00:03:24: Ja, das kann sein.

00:03:25: Jetzt gibt es jedenfalls bei unserem Vollautomat und angeblich...

00:03:29: inzwischen auch bei mehreren...

00:03:30: die Funktion, einen Cappuccino Italiano zu machen, der sich irgendwo im Menü versteckt.

00:03:35: Und da ist der einzige Unterschied, dass er nämlich genau andersrum ist.

00:03:38: Da kommt erst der Espresso und dann kommt der Milchschaum rein.

00:03:41: Und der schmeckt mir ganz fantastisch.

00:03:42: Und den werde ich mir hier reinziehen, während ich auf deine Antworten lausche.

00:03:47: Okay, ich lasse das mal einfach so stehen.

00:03:50: Gott sei Dank haben wir in der Firma einen Siebträger.

00:03:52: Dann ist das okay, was du zu Hause machst.

00:03:54: Ja, das ist unser Hauptargument bei unseren Bewerbungsprozessen.

00:03:58: Ja, Kay, wir nehmen so ein bisschen aus der Zukunft auf heute.

00:04:01: Weil in dem Moment, wo das hier veröffentlicht wird, wirst du dich wahrscheinlich im Urlaub befinden schon.

00:04:06: Und ich weiß nicht, ob du darüber was erzählen willst.

00:04:08: Aber jedenfalls bist du nicht da.

00:04:09: Und deswegen nehmen wir jetzt so ein bisschen im Vorhinein auf und veröffentlichen wahrscheinlich erst in zwei oder drei Wochen.

00:04:15: Ich fliege nach Brasilien.

00:04:16: Ach, Kay, jetzt sind alle neidisch.

00:04:18: Ich bin gespannt, ja.

00:04:21: Gut, Kay, ich würde sagen, starten wir direkt durch.

00:04:24: Ich bin ganz aufgeregt. Lass mich einen Schluck Grünkohl nehmen zur Stärkung.

00:04:28: Ja.

00:04:28: Brauchst du eine Warm-up-Frage?

00:04:30: Oder sollen wir direkt mit...

00:04:31: Wie ist der Dramaturgie am besten zuspielt?

00:04:34: Na komm, dann lass ich dich erst ein bisschen auflaufen.

00:04:37: Kay, weißt du, woher die Bezeichnung Podcast kommt?

00:04:40: Also das Wort.

00:04:42: Also ich glaube, ich habe es mal gewusst, aber ich habe es wieder vergessen.

00:04:46: Ja, guck an.

00:04:47: Ich wusste es vorher auch nicht.

00:04:48: Deswegen wundert mich nicht, dass du es nicht auf dem Schirm hast.

00:04:51: Das Wort ist tatsächlich von Apple erfunden worden.

00:04:52: Und das ist eine Kombination aus iPod und Broadcast.

00:04:56: Ist das nicht interessant?

00:04:57: Oh, okay.

00:04:58: Habe ich nicht gewusst. Jetzt weiß ich es.

00:05:00: Ja, und daraus setzt ihr einen Podcast zusammen.

00:05:02: Haben ja alle übernommen.

00:05:03: Fand ich so einen ganz interessanten Fun-Fact.

00:05:05: Hat aber natürlich mit deiner Funktion und so nichts zu tun.

00:05:07: Außer mit deiner Funktion natürlich als Podcaster, wo man das wissen darf.

00:05:11: Ja, jetzt weiß ich es auf jeden Fall.

00:05:13: Da wundert es mich, dass es nicht iPodcast heißt.

00:05:15: Na ja.

00:05:16: Das stimmt, aber dann hätten es wahrscheinlich die anderen nicht übernommen.

00:05:18: Ja, cleverer Schachzug dann.

00:05:20: Ja.

00:05:21: Jetzt werden wir ein bisschen technischer.

00:05:22: Ich feuer die Fragen wirklich einfach so raus und gucke, wie viel drinsteckt.

00:05:24: Und dann gehe ich einfach zur nächsten Frage über.

00:05:26: Ja.

00:05:27: Und zwar habe ich mir aufgeschrieben.

00:05:28: Viele Leute sehen das Schreiben von Unitests als lästige Zusatzarbeit, die viel Zeit frisst.

00:05:34: Oh.

00:05:35: Und Kay, jetzt würde ich dich gerne fragen.

00:05:37: Ist das sinnvoll, Unitests von einer KI schreiben zu lassen?

00:05:40: Oder hast du da Argumente dagegen?

00:05:42: Also geht es konkret um Unitests oder um Tests generell?

00:05:45: Ja, das kommt so ein bisschen aus einer Kundenanforderung.

00:05:47: Weil ein Kunde mir jetzt gesagt hat, lass doch die Unitests weg,

00:05:49: weil das Budget ein bisschen knapper war und die Zeiten ein bisschen knapper.

00:05:52: Und dann haben die gesagt, ja, lass die doch weg.

00:05:53: Und so ein bisschen aus dieser Idee ist das gekommen.

00:05:56: Ich würde sagen, um die Frage ein bisschen kurz zu halten,

00:05:58: würde ich fast das auf Unitests beschränken.

00:06:00: Es sei denn, du hast ganz wertvollen Input, den du auch anderweitig noch einbringen kannst.

00:06:04: Ich will jetzt versuchen, das nicht so ausschweifend zu beantworten.

00:06:07: Aber kurz gesprochen, Tests erfüllen meiner Meinung nach zwei Anforderungen.

00:06:11: Nämlich zum einen zu prüfen, dass jetzt gerade das, was ich schreibe, auch funktioniert.

00:06:15: Und zum anderen sicherzustellen, dass das auch in Zukunft noch funktionieren wird.

00:06:18: Und wo Unitests insbesondere dann hilfreich sind,

00:06:22: wenn man es jetzt wirklich mal mit so einem strengen Blick runter simplifizieren möchte,

00:06:26: ist, wenn ich damit eine Unit...

00:06:28: ...Unit teste, die ich nicht problemlos anderweitig mal eben im Browser nachschauen könnte oder sowas.

00:06:34: Was hoffentlich nie jemand macht, ist einfach Code zu schreiben

00:06:36: und ohne den ein einziges Mal laufen zu lassen, direkt zu veröffentlichen.

00:06:40: Sondern in unserem Fall ist man ja immer in so einer Web-Anwendung unterwegs

00:06:43: und guckt an, ob das, was man da macht, auch funktioniert.

00:06:47: Und dann sind Unitests stark von der Unit abhängig, die man hat,

00:06:51: weil die allermeisten Units, würde ich argumentieren,

00:06:54: ja, die kann man auch ohne Unit-Tests laufen lassen,

00:06:56: weil die Logik so einfach ist.

00:06:58: Dass sich das nachvollzieht.

00:06:59: Da wären die Tests eher dafür da, nachträglich sicherzustellen,

00:07:02: dass man das nicht an anderer Stelle aus Versehen kaputt macht.

00:07:04: Es gibt allerdings auch ein paar wenige Units,

00:07:07: die dann wirklich komplizierte Dinge machen.

00:07:09: Also zum Beispiel irgendeine Statistik oder irgendeine fancy Funktion mit vielen Parametern,

00:07:15: die es sehr aufwendig machen würden, die von Hand alle durchzutesten,

00:07:19: weil es da so viele Zusammenhänge gibt.

00:07:21: Und dafür dann einzelne Unit-Tests zu schreiben,

00:07:25: die helfen mir schon in der Entwicklung ganz aktiv,

00:07:27: weil ich sonst nicht sicherstellen kann,

00:07:29: dass das überhaupt funktioniert, was ich da mache.

00:07:31: Und es ist schon hilfreich, so wie bei allen anderen Sachen,

00:07:35: da müssen wir mal eine Folge drüber machen,

00:07:36: das auch von AI machen zu lassen,

00:07:39: wenn ich selber genau weiß, was ich eigentlich gerne möchte

00:07:44: und sicherstellen kann, dass die AI das auch macht.

00:07:47: Wenn ich einfach nur sage, hey, mach mir mal Unit-Tests,

00:07:49: dann rötet ihr irgendwas drauf los und spuckt 300 Zeilen Code aus.

00:07:52: Und ich denke, ja, da steht viel Text, das wird wohl richtig sein.

00:07:55: Das schicke ich jetzt einfach ab.

00:07:56: Aber man muss da schon sehen,

00:07:57: dass man sehr genau selber drüber schauen und überlegen,

00:07:59: ob das, was die KI sich da überlegt hat,

00:08:02: auch wirklich sinnvolle Szenarien sind.

00:08:04: Was ich auch schon erlebt habe, war, dass ich gesagt habe,

00:08:07: mach mal hier einen Unit-Test für diese Funktion.

00:08:09: Dann hat er drei, vier Unit-Tests geschrieben

00:08:11: und dann hat aber irgendein Unit-Test nicht funktioniert.

00:08:14: Und dann hat er angefangen, die KI, die eigentliche Funktion umzuschreiben

00:08:18: und hat sie dann kaputt gemacht im Sinne der Anforderung,

00:08:21: nur damit der Unit-Test, den es selber falsch formuliert hat, funktioniert.

00:08:24: Also so viel zum Thema KI.

00:08:27: Und dann muss man da sehr genau nochmal drüber schauen, was die da machen.

00:08:30: Das ist ja dann fast eher ein allgemeiner Take.

00:08:33: Jetzt nicht unbedingt nur beschränkt auf Unit-Tests,

00:08:35: sondern das gilt ja allgemein.

00:08:36: Also wenn ich mir Code erzeugen lasse, sei das jetzt ein Unit-Test

00:08:38: oder ganz normaler Code, dann ist wichtig, dass ich verstehe,

00:08:41: was da gemacht wird und das nachvollziehen kann

00:08:43: und nicht das einfach blind übernehme.

00:08:45: Und das gilt dann ja, so nehme ich das jetzt gerade bei deinen Ausführungen raus,

00:08:47: für den Unit-Test genauso wie für jeden anderen Code auch.

00:08:50: Auf jeden Fall.

00:08:51: Also bestenfalls macht die KI genau das,

00:08:53: was ich mir schon vorher im Kopf ausgemalt habe

00:08:55: und nimmt mir einfach nur die handwerkliche Arbeit.

00:08:57: Idealerweise gibt es da noch so eins, zwei Kniffe,

00:09:00: wo sie irgendwie Sachen macht,

00:09:01: die euch jetzt nicht so aus dem Stand drauf gekommen wäre

00:09:04: oder wo ich es vielleicht anders gemacht hätte oder so was.

00:09:07: Genau, das kann ja auch ein riesen Vorteil sein.

00:09:09: Also ich sage jetzt mal ein blödes Beispiel, eine Division

00:09:12: und dann trägt die KI eben als Wert da eine Null ein.

00:09:15: Das funktioniert dann nicht.

00:09:16: Und das war vielleicht jetzt eine Situation,

00:09:18: an die ich selbst gar nicht gedacht habe.

00:09:20: Das ist ja für mich so einer der Hauptvorteile von Unit-Tests,

00:09:23: dass ich über meinen eigenen Code nochmal nachdenke.

00:09:25: Wenn aber jemand anderes,

00:09:27: der nicht sinnvoll darüber nachdenkt

00:09:28: und mir vielleicht noch mehr Fehler aufdeckt,

00:09:30: als ich das selbst gefunden hätte, kann das ja sogar sinnvoll sein.

00:09:33: Genau. Und das sind dann auch Sachen,

00:09:35: also ich weiß, wir sagen immer Unit-Tests sind das Beste

00:09:38: und die Mehrarbeit machen wir uns und sowas.

00:09:39: Aber in der Realität, wie du es sagst,

00:09:41: kommt es doch mal vor, dass irgendwie Zeitdruck herrscht

00:09:43: oder dass ein Budget knapp ist

00:09:45: und dass man jetzt nicht wirklich alles bis ins Kleinste austesten kann.

00:09:48: Da weiß ich auch, dass das nicht ideal ist,

00:09:50: aber es gibt trotzdem so ein oder zwei oder auch mehrere Unit-Tests,

00:09:53: die dann trotzdem sinnvoll sind,

00:09:55: weil die Funktion einfach so kompliziert ist.

00:09:56: Ich glaube, da haben wir auch eine eigene Folge dazu gemacht,

00:09:59: so warum Unit-Tests sinnvoll sind und wie wir die anwenden

00:10:02: und ob wir wirklich mehr Zeit fressen als zu bringen und so weiter.

00:10:06: Kann man bestimmt nachhören.

00:10:07: Ich glaube, in unserer ersten Folge Softwarequalität

00:10:09: gehen wir schon darauf ein und ich meine,

00:10:11: wir hätten auch noch mal eine dedizierte Folge dazu gemacht.

00:10:13: Da können wir gerne noch fünfmal drüber sprechen.

00:10:15: Ändert sich auch jedes Jahr.

00:10:17: Ein Nachteil, den ich so ein bisschen feststelle von AI-Tests,

00:10:20: ist, dass die manchmal super viele Tests rausballern

00:10:22: und dass dann diese Testdurchläufe irre lange dauern.

00:10:25: Und da muss man manchmal auch so ein bisschen aussortieren.

00:10:27: Ja, und vor allem, wenn man die AI einfach machen lässt,

00:10:29: dann produzieren die einfach unfassbar viel Code

00:10:31: und haben dann wirklich so ein Testszenario

00:10:33: mit 20 Funktionen oder sonst irgendwas.

00:10:36: Da finde ich als Mensch schon schwierig, durchzugehen und zu schauen,

00:10:39: ob die Unit-Tests überhaupt sinnvoll sind.

00:10:41: Weil ich muss ja bei jedem Unit-Test selber herausfinden,

00:10:44: nimmt er die richtigen Annahmen, erwartet er das richtige Ergebnis?

00:10:47: Und wenn er da einfach auf einem Schlag so viel hinrotzt,

00:10:50: dann ist das schwer für mich als Mensch nachzuvollziehen.

00:10:53: Und dann kapituliere ich auch vor so einem Riesending.

00:10:55: Lieber sagen, mach erst mal einen,

00:10:57: und dann von da aus so langsam vorarbeiten.

00:11:00: Hm, cool. Ja, war für mich schon ein bisschen was drin.

00:11:03: Ich springe aber direkt weiter zur nächsten Frage.

00:11:05: Und jetzt wird es schon noch ein bisschen kontroverser.

00:11:07: Und zwar würde ich gerne von dir wissen,

00:11:09: ob du beim Arbeiten Musik hörst, denn ich weiß es wirklich nicht.

00:11:12: Und ich bringe sogar ein bisschen extra Spice rein.

00:11:15: Kann oder sollte man neben der Arbeit E-Sports-Events schauen?

00:11:20: Darf man das? Kann man das?

00:11:23: Hm, also ja, ich höre inzwischen Musik.

00:11:26: Ich habe das lange nicht gemacht.

00:11:27: Was ich festgestellt habe, ist, dass mir das am besten hilft,

00:11:29: wenn ich irgendwelche so Hintergrundgedudel höre.

00:11:33: Also ich sage mal so eine klassische Lo-Fi-Study-Playlist oder so was.

00:11:38: Weil das ist dann wirklich einfach so ein bisschen Hintergrundgeräusch.

00:11:41: Ich werde da nicht großartig abgelenkt.

00:11:43: Und das hilft mir insgesamt,

00:11:44: dass ich eine wohligere Arbeitsatmosphäre habe.

00:11:47: Und ich finde, das ist das, worauf es ankommt,

00:11:49: dass ich mich beim Arbeiten wohlfühle, weil dann bin ich entspannter,

00:11:53: da bin ich konzentrierter und solche Dinge.

00:11:55: Ja.

00:11:56: Und zu deiner anderen Frage, falls du damit auf mich abspielst,

00:11:59: da selbstverständlich schaue ich nicht während der Arbeit E-Sports-Events,

00:12:02: sondern ich mache eine kurze Pause von der Arbeit,

00:12:05: um mich wieder zu regenerieren, um meine Konzentration zu sammeln.

00:12:09: Und in dieser Pause können auch E-Sports-Events helfen.

00:12:13: Plus das ist natürlich, also wir werden natürlich stark abhängig

00:12:17: vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber und so was.

00:12:18: Aber bei uns ist es ja auch so ein bisschen ein Anker, um darüber zu reden.

00:12:22: Ich hatte das gestern, vorgestern im Büro an.

00:12:25: Oder kommen wir mal kurz alle zusammen und die Kollegen gucken mal mit drauf.

00:12:29: Es darf natürlich niemanden stören und auch nicht massiv von der Arbeit abhalten.

00:12:33: Aber in meinen Augen ist das ab und an mal ganz okay.

00:12:36: Wir sitzen ja jetzt auch nicht acht Stunden mit der Stechuhr am Arbeitsplatz

00:12:41: und machen nichts anderes.

00:12:42: Das ist ja eher schädlich für die Konzentration, denke ich.

00:12:45: Total. Weißt du, was ich mir dazu aufgeschrieben habe?

00:12:47: Ja.

00:12:48: Ich finde das total cool, dass du im Büro genauso arbeitest wie zu Hause.

00:12:52: Und ich glaube, dass das ganz viele machen.

00:12:53: Und ja, manche versuchen,

00:12:55: sich vielleicht auch zu verbiegen oder so.

00:12:57: Aber du hast einfach jetzt ein Interesse an so einem bestimmten Event da gehabt.

00:13:00: Das lief jetzt zufällig da zur Arbeitszeit.

00:13:03: Daddelt aber so ein bisschen im Hintergrund vor sich hin.

00:13:05: Und du hörst mal rein und genau, dann spricht man mal drüber.

00:13:08: Und ich finde, du bringst halt so ein Selbstbewusstsein mit,

00:13:10: dass du weißt, guck mal, das kann ich jetzt machen.

00:13:13: Und darunter leidet jetzt nicht deine Arbeitsqualität.

00:13:15: Du rechnest das jetzt nicht wie beim Kunden ab oder so.

00:13:18: Und das finde ich total cool, dass offensichtlich,

00:13:21: selbst wenn der Chef also in meiner Form da ist,

00:13:24: da zuckst du auch nicht mit der Wimper oder so,

00:13:25: wenn ich dann irgendwie reinkomme,

00:13:26: sondern das ist für dich ganz selbstverständlich,

00:13:28: dass du das machst.

00:13:28: Und das ist jetzt einmal in einem halben Jahr oder so.

00:13:31: Also das ist wirklich jetzt selten.

00:13:33: Aber das fand ich eigentlich total positiv,

00:13:35: dass du trotzdem, also wo andere vielleicht dann Vorbehalte hätten oder so,

00:13:39: sagst du, guck mal, da habe ich das Interesse daran.

00:13:41: Das würde ich mir gerne angucken.

00:13:42: Das interessiert die anderen vielleicht auch so ein bisschen.

00:13:44: Und irgendwie fand ich das ganz cool sogar.

00:13:46: Spricht ja auch für die Arbeitsatmosphäre,

00:13:49: die nicht zuletzt du auch einfach schaffst,

00:13:50: dass das ein Ding ist.

00:13:51: Wenn du mich direkt zusammengestaucht hättest,

00:13:53: hätte ich es mir wahrscheinlich

00:13:53: bei dir gemacht.

00:13:53: Hätte ich mir das nicht beim zweiten Mal wieder überlegt

00:13:55: und auch nicht gemacht.

00:13:56: Aber das ist ja genau das,

00:13:57: was wir eigentlich auch fördern, diese Individualität.

00:14:00: Und dann sind wir auch interessiert an dem,

00:14:02: was die Leute sonst so machen.

00:14:03: Ja, genau.

00:14:04: Und genau wie du sagst,

00:14:05: hat ja auch zu Gesprächen geführt.

00:14:06: Ich habe mich mal wieder informiert über die Spieler,

00:14:08: die da so aktiv sind und so,

00:14:10: wo ich da sonst nicht so drin bin.

00:14:11: Ganz interessant.

00:14:13: Ja, und zur Musik.

00:14:14: Ich höre, wenn, dann so klassische Musik im Hintergrund,

00:14:17: aber eigentlich nie, weil irgendwie habe ich mich nie richtig dran gewöhnen können

00:14:22: und mache das äußerst selten.

00:14:23: Und höre eigentlich nie Musik, wenn ich arbeite.

00:14:25: Ja, es darf für mich nicht so sehr ablenkend sein.

00:14:27: Also nichts mit Gesang oder sowas.

00:14:29: Und es ist auch ein bisschen, also ganz klein bisschen störend.

00:14:33: Dann ruft wer an, dann muss ich da das Fenster suchen, Pause machen.

00:14:36: Dann klingelt das Telefon und sowas.

00:14:38: Ich habe es auch nicht immer, aber jetzt immer weiter habe ich gemerkt,

00:14:41: dass das eine gute Untermalung ist.

00:14:43: Was ein bisschen ungünstig ist tatsächlich,

00:14:44: weil jetzt mein Musikanbieter denkt,

00:14:46: dass ich total auf diese Lo-Fi-Sachen den ganzen Tag ausraste.

00:14:49: Und wenn ich dann mal wieder die Musik hören möchte,

00:14:51: die eigentlich so in meinem Repertoire

00:14:53: liegt, dann ist das alles weggespielt von den Stunden um Stunden

00:14:58: von so Lo-Fi-Songs, die ich am Tag höre.

00:15:00: Ich habe noch nie Musik hören hören beim Arbeiten.

00:15:05: Ja, üblicherweise sprechen wir auch dann.

00:15:06: Oder im Büro habe ich es natürlich auch nicht unbedingt an.

00:15:08: Oder wenn, dann auf Kopfhörern.

00:15:10: Weil da will dann mir natürlich nicht andere Leute nerven.

00:15:13: Cool.

00:15:15: Ich springe mal zur nächsten Frage.

00:15:17: Wir haben gar nicht so wahnsinnig viele.

00:15:18: Ich glaube, ich habe noch drei Stück hier aufgeschrieben.

00:15:20: Mich würde interessieren, welchen Editor du verwenden würdest,

00:15:23: wenn du ihn selbst zahlen müsstest.

00:15:26: Oh.

00:15:28: Also Code-Editor, um das hier kurz klarzumachen.

00:15:31: Ähm, tja, also ich kann die Frage insofern beantworten,

00:15:35: als dass ich sogar schon, als ich selber noch viel Sachen

00:15:39: in meiner Freizeit selber programmiert habe,

00:15:42: ich mir sogar das IntelliJ-Komplettpaket gekauft habe.

00:15:46: Ach, guck an.

00:15:47: Oder gemietet sogar, um da privat Dinge mitzumachen,

00:15:49: obwohl wir ja über die Firma schon so eine PHP-Storm-Lizenz haben.

00:15:53: Weil meiner Meinung nach einfach diese JetBrains-IDEs so gut sind,

00:15:58: wenn man weiß, wie man damit umgeht.

00:16:00: Also wahrscheinlich wäre die Antwort,

00:16:04: wenn es für mich privat wäre, weiter das.

00:16:06: Muss man sich natürlich auch leisten können.

00:16:07: Die kosten einen ganzen Haufen Geld.

00:16:09: Für die Arbeit weiß ich nicht,

00:16:11: ob ich da privates Geld für ausgeben könnte.

00:16:13: Abgesehen davon bin ich natürlich Programmierer im Herzen.

00:16:17: Und das heißt natürlich auch immer mit so einem Auge neidisch

00:16:20: auf diese ganzen Vim-Cracks oder Neo-Vim oder sonst irgendetwas.

00:16:23: Die eigentlich den ganzen Tag über die Tastatur nicht anfassen

00:16:26: und da in Windeseile irgendwelche Dinge hin und herschieben.

00:16:29: Da habe ich mich natürlich auch mit beschäftigt.

00:16:31: Aber ehrlicherweise,

00:16:33: obwohl ich so viele Jahre Erfahrung als Entwickler habe,

00:16:35: vertippe ich mich immer noch zu häufig.

00:16:37: Und das ist natürlich dramatisch,

00:16:39: wenn jede einzelne Buchstabe eine andere Kette von Skripten auslöst.

00:16:43: Also ich habe es zwei-, dreimal versucht.

00:16:45: Aber ehrlicherweise, ah, Felix, ich bin jetzt auch in so einem Alter,

00:16:49: da bin ich schon festgefahren.

00:16:51: Neues probieren wir natürlich nicht mehr aus.

00:16:53: Nein, nein, nein.

00:16:54: Oder Altes in dem Fall.

00:16:55: Es ist ja schon spannend tatsächlich zu beobachten,

00:16:58: dass wenn neue Sachen aufkommen, neue Programmiersprachen,

00:17:01: neue Features, neue Skripte, neue Hilfe bei der Programmierung,

00:17:06: dass dann als erstes so Visual Studio Code Support hergestellt wird

00:17:11: mit kostenlosen Plugins oder sonst irgendwas.

00:17:14: Weil das, glaube ich, einfach so der niederschwelligste Editor ist,

00:17:17: weil kostenlos und so.

00:17:19: Und schon IntelliJ da hinten dran ist,

00:17:22: aber trotzdem

00:17:23: ein bisschen nachhängt, weil, glaube ich, da das Prozedere aufwendiger ist.

00:17:26: Also das sieht man schon.

00:17:28: Aber wir haben natürlich den Luxus, dass wir uns die JetBrains IntelliJ Sachen

00:17:33: leisten können und wollen.

00:17:34: Und deswegen will ich sie auch nicht missen.

00:17:36: Und sagt das jetzt der Kay, der Geld verdient?

00:17:39: Oder würde das auch der Studenten- oder Ausbildende Kay sagen?

00:17:43: Nein, der hätte ja kein Geld und der könnte sich das nicht leisten.

00:17:46: Oder beziehungsweise wüsste er wahrscheinlich gar nicht,

00:17:48: wie man den Editor so effektiv einsetzt, dass sich das rechnet.

00:17:52: Ja, das ist auch ein Verkauf.

00:17:53: Aber selbst dann, ich meine, wie viel kostet das?

00:17:55: Hunderte?

00:17:56: 109 Euro für per P-Storm Individual, wenn ich mich richtig informiert habe.

00:18:02: Da gibt es natürlich so ein bisschen für Students und so gibt es dann,

00:18:04: glaube ich, irgendwelche Offers.

00:18:06: Ich sage mal, da muss man schon ordentlich auf der anderen Seite was rausziehen,

00:18:09: damit sich das rechnet.

00:18:10: Weil wahrscheinlich finanziell wird man das nicht aufwiegen können

00:18:12: mit den Sachen, die man so privat nutzt.

00:18:14: Und das dann trotzdem zu rechtfertigen,

00:18:16: da muss man schon sehr genau wissen, was man tut.

00:18:18: Und ich glaube, dass Visual Studio Code einfach als kostenloser Einstieg,

00:18:22: deutlich zugänglicher.

00:18:24: Ja, sehe ich auch so.

00:18:25: Ich habe gerade nachgeguckt, die Student-Version ist tatsächlich frei.

00:18:28: Also vom P-Storm habe ich jetzt geguckt.

00:18:31: Also vielleicht das Tipp, wenn da jemand mal reingucken will.

00:18:34: Aber dann hängt man natürlich da drin und kommt nie wieder weg

00:18:36: und muss irgendwann Geld bezahlen.

00:18:38: Ja, das ist natürlich so ein bisschen Ding,

00:18:39: dass wir jetzt da in gewisser Weise vendor-locked sind,

00:18:42: mit dem wir uns jetzt alle eingespielt haben,

00:18:44: auch teamübergreifend und die Shortcuts und ganzen Sachen kennen.

00:18:48: Und da jetzt rauszukommen, ist ja, glaube ich, noch mal so ein kleiner Akt.

00:18:51: Ja, auf jeden Fall.

00:18:52: Visual Studio Code holt ja wirklich mit sieben Meilenstiefeln auf

00:18:55: in vielen Bereichen.

00:18:56: Und ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich jetzt als junger Programmierer,

00:19:01: ich sage mal als junger Freelancer, der gerade gestartet hat,

00:19:03: zwar schon ein bisschen Geld verdient, aber auch ein bisschen gucken muss,

00:19:05: wie man die Ressourcen verteilt,

00:19:07: ich würde mit Visual Studio Code arbeiten.

00:19:11: Wahrscheinlich ist vom Einstieg die beste Wahl fast.

00:19:14: Ja. Ach, zu Vim wollte ich noch sagen.

00:19:16: Das sieht schon mal mega geil aus, wenn die Leute da rumhacken

00:19:19: und alles mit der Tastatur machen können.

00:19:21: Am besten, falls man so eine mechanische Tastatur

00:19:22: haben. Aber ganz im Ernst, ich habe mir das auch wirklich mehrfach angeguckt,

00:19:27: habe auch so Vim Tutorials gemacht und so.

00:19:30: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Leute wirklich produktiver damit sind

00:19:33: oder ob es nicht nur einfach cooler aussieht.

00:19:35: Ja, wahrscheinlich beides, wie das immer so ist.

00:19:38: Ich meine, letzten Endes bist du ja mit jedem Editor produktiv,

00:19:40: mit dem du dich auskennst, egal wie gut oder schlecht jetzt der Editor an sich ist.

00:19:44: Also Leute, die sich mit Vim besser auskennen, können mit Vim mehr erreichen

00:19:49: als mit PHPStorm, auch wenn PHPStorm in der Theorie vielleicht mehr Leistung

00:19:52: und Umfang hat. Aber es ist immer die Frage, womit man sich eingegroovt hat.

00:19:57: Und wenn da Leute wirklich ihre Konfiguration haben, ihre Plugins

00:20:00: und so weiter, dann kann ich mir das schon auch vorstellen.

00:20:02: Ich denke mir nur immer, meine Arbeit bedingt auch zu viel Bewegung

00:20:06: mit der Maus, mit E-Mails beantworten, Chat-Nachrichten beantworten,

00:20:10: mal im Browser irgendwas machen. Genau so.

00:20:12: Da weiß ich nicht, ob diese Keyboard-only-Ansätze für mich so gut funktionieren

00:20:16: wie vielleicht für andere. Aber alles Geschmackssache, glaube ich.

00:20:18: Kann man sicherlich noch mal drüber diskutieren, aber ich bin da inzwischen skeptisch,

00:20:21: ob das am Ende so viel funktioniert.

00:20:22: Aber was ich immer noch cool finde nach wie vor, ist, wenn ich irgendwie

00:20:25: auf dem Server unterwegs bin und ein großes Terminal aufhabe,

00:20:28: ich habe mir dann ein schönes Theme drauf gemacht, dass das so ein Dark-Theme ist

00:20:31: und so ein bisschen nerdy aussieht. Und wenn man dann den ganzen Bildschirm hat

00:20:34: und da schön die Zeilen durchrattern wie in der Matrix, da fühle ich mich schon mal

00:20:37: schon sehr cool.

00:20:39: Jetzt kann ich gleich wieder eine Empfehlung rausgeben, die ich letztens gefunden habe.

00:20:43: Aber jetzt kriege ich die natürlich auf die Schnelle nicht zusammen.

00:20:45: Das ist so ein Plugin für die Shell, dass ich im Prinzip merke,

00:20:49: welche Pfade du schon mal besucht hast. Das heißt irgendwie Zoomnoid,

00:20:51: oder so was. Ich kann es schnell raussuchen und dann können wir es reineditieren.

00:20:56: Okay, vielleicht um das zu überbrücken. Ich habe Oh My ZSH installiert auf meinem

00:21:00: Mac-Terminal und das merkt sich zumindest auch. Also sonst machst du ja so Control-R,

00:21:06: kannst dann deinen letzten Befehle durchgehen, die History. Und das macht dann

00:21:10: quasi so eine Vorschlagsuche, die du dann mit Tab, glaube ich, einfach akzeptieren kannst.

00:21:14: Ist auch ganz praktisch.

00:21:15: So, jetzt kann man hier live on type meine schöne mechanische Tastatur hören.

00:21:21: Und dann kann ich hier auch meine ZSH-Config anschauen.

00:21:27: So, und dieses Tool, was ich meine, heißt ZOXIDE.

00:21:32: Z-O-X-I-D-E. Und das ist im Prinzip ein Ersatz für CD. Also, ne?

00:21:39: Change Directory, wenn du dich so durchnavigierst. Das heißt, du benutzt Z statt das.

00:21:44: Und was das im Wesentlichen macht, ist, das merkt sich die Historie, die du angebrowst hast.

00:21:49: Und dann kannst du nur durch Schlagwörter

00:21:51: dahinspringen, egal wo du bist. Das heißt, wenn du häufig in ein bestimmtes

00:21:56: Verzeichnis reingehst oder zwischen Verzeichnissen wächst und die haben aber Namen,

00:21:59: brauchst du das nur einmal zu machen. Und danach gibst du nur noch den Namen ein und springst

00:22:03: automatisch dahin, statt jedes Mal zu gucken, wo bin ich und den Pfad nachzuvollziehen.

00:22:07: Und wenn ich da immer durch verschiedene Projekte springe, ist das schon eine

00:22:10: deutliche Erleichterung, statt das so von Hand anzuspringen.

00:22:13: Das klappt auch, wenn ich z.B. per SSA auf dem externen Server bin?

00:22:17: Das natürlich nicht. Wobei, da bin ich mir jetzt ehrlich gesagt gar nicht mehr sicher,

00:22:21: die Frage ist, merkt sich die Konsole oder merkt sich der Rechner?

00:22:24: Ja, genau. Tja, gute Frage.

00:22:27: Wir lassen es mal so stehen.

00:22:28: Ja, das können die Leute selber herausfinden. Zoxide.

00:22:33: Ja, cool. Ich verschiebe meine Fragen hier noch mal so ein bisschen, weil eine Frage

00:22:37: vielleicht ganz gut im Anschluss daran passt. Da versetzen wir uns ein bisschen in die oder

00:22:42: in deine Rolle als Tech Lead, aber Richtung Einsteiger und Leute, die sich vielleicht

00:22:46: gerade selbstständig gemacht haben oder Informatikstudentin. Würdest du den

00:22:51: empfehlen, wenn jetzt, ich sage mal, ein Budget von knapp 1000 Euro für ein Laptop hätten?

00:22:56: Oder vielleicht gehen wir noch ein bisschen weiter runter. 600, 700, 800 Euro.

00:23:00: Würdest du denen empfehlen, einen halbwegs aktuellen Windows-Rechner zu kaufen oder

00:23:05: ein altes MacBook, also ein gebrauchtes?

00:23:07: Weder noch. Ich würde denen einen Linux-Rechner empfehlen.

00:23:10: Ah, also letztlich kein MacBook, auf dem du dann aber Linux installieren würdest?

00:23:15: Richtig. Also einen alten Windows-Laptop und dann aber Linux draufpacken. Weil ich finde, auf so

00:23:20: vielen Ebenen, also natürlich erstmal moralisch argumentieren, dass Windows sich in eine

00:23:24: Richtung entwickelt, die ganz schön nervig ist mit dem Online-Zwang und diesen AI aufgesetzt

00:23:28: und sowas. Gut, das ist vielleicht so eine moralische Geschichte, aber auch technisch ist es

00:23:32: einfach unfassbar wertvoll, wenn die Maschine, auf der man so entwickelt, sehr nahe an dem System

00:23:37: ist, auf dem es nachher auch deployed wird. Und bei Webseiten sind das üblicherweise

00:23:41: irgendwelche Linux-Geschichten, auf denen das nachher läuft. Und wenn ich dann schon ganz

00:23:46: normal meine Packages, meine Installationsroutinen und meine

00:23:50: ganzen Sachen von meiner lokalen Maschine beherrsche, alleine schon sowas, wie ich mich im

00:23:54: Terminal bewege und durch die Verzeichnisse durchgehe, dann ist es einfach eine unfassbar krasse

00:24:01: Hilfe. Plus die allermeisten Entwicklertools abseits von der IDE, die es so drum herum gibt,

00:24:07: sind sehr auf so UNEX-Systeme ausgelegt, also alle möglichen Code-Quality-Tools und weiß ich

00:24:14: nicht, was es da noch so drum herum gibt. Und die laufen meistens auf Mac und auf Linux wunderbar.

00:24:20: Oder auf Windows kommen sie dann vielleicht ein bisschen später oder haben Einschränkungen oder sowas. Deswegen würde ich immer irgendeine Linux-Distribution empfehlen.

00:24:28: Aber Linux wirklich selbst, also sei das jetzt ein Ubuntu oder was auch immer, das kannst du doch wirklich nur Leuten empfehlen, die wissen, dass sie jetzt den Weg des Schmerzes gehen wollen, oder?

00:24:39: Ja, solange man nichts drucken will. Ich glaube, sind die inzwischen schon alle ganz gut aufgestellt, die Leute abzuholen.

00:24:45: Ja, aber das sagen die ja seit 20 Jahren höre ich nichts anderes. Jetzt ist es endlich so weit, dass man es wirklich nicht mehr kann.

00:24:50: Ja.

00:24:50: Und man kann es wirklich verwenden und jetzt geht es wirklich und dann probieren sie es aus und dann connecten sie das wieder an dich.

00:24:54: Ich glaube, es wird immer, immer besser und es findet im Moment so ein leichter Umschwung statt, weil die Distros stark aufholen und Windows stark nachlässt.

00:25:03: Es stimmt natürlich, dass Windows nach wie vor das umgänglichere Betriebssystem ist, wenn man neben dem Programmieren auch noch andere Dinge machen möchte, insbesondere zocken oder auch irgendwelche Tools benutzen.

00:25:15: Also irgendwelche Software, die eben explizit für Windows gebaut ist, aber für so reines Programmieren.

00:25:20: Also ich glaube, der Riesenvorteil ist, wenn man Linux wirklich mal verwendet hat, man lernt einfach unfassbar viel dabei.

00:25:29: Aber genau wie ich das eben gesagt habe, man hat auch ständig den Punkt, dass irgendwas nicht funktioniert oder dass man irgendwas manuell aufwendig konfigurieren muss oder dass man sich über irgendwas reinlesen muss.

00:25:40: Das ist natürlich jetzt mit AI und so geht das wahrscheinlich besser, als das früher mal der Fall war.

00:25:43: Inzwischen ist man auch eher auf so einem Notebook unterwegs und hat nicht einen selbst zusammengebastelten PC, wo sich Komponenten drin sind, die jetzt nicht so gut haben.

00:25:50: Also ich glaube, das ist ein sehr guter Punkt, wenn man sich da so ein bisschen mit dem Programmieren beschäftigt.

00:25:50: Ich würde insgesamt mitgehen, dass ein Unix-Unterbau jetzt gerade in der Domain, wo wir unterwegs sind, also Server-mäßig, dass das cool ist, wenn man das kennt.

00:26:00: Weil man einfach im Terminal die gleichen Befehle hat, weil man sich genauso durchnavigieren kann, weil man sofort Zeichnisstrukturen und sowas kennt.

00:26:06: Und weil es eben alle Tools, genau wie du gesagt hast, auch für Unix-Systeme, sei das jetzt Linux oder macOS, gibt.

00:26:11: Und ich finde aber, macOS ist eigentlich ein Linux, was funktioniert.

00:26:14: Ja, noch muss man dazu sagen.

00:26:16: Ich meine, wir haben jetzt beide im macOS 26 beide geflucht, dass auf einmal...

00:26:20: ... die Sachen nicht richtig funktionieren oder bugs neu gekommen sind, die einfach so kleine Ärgerlichkeiten sind.

00:26:24: Es stimmt schon noch im großen Maße, was du sagst, aber es wird auch eher schlechter als besser.

00:26:29: Also wer weiß, wo sich das in ein paar Jahren hin entwickelt.

00:26:32: Ja, und da muss man natürlich gucken, in welcher Programmiersprache man unterwegs ist.

00:26:36: Also wenn ich jetzt an unsere lieben Kollegen denke, die mit .NET arbeiten, da ist ein Windows-Rechner schon einfach der Go-To, weil man da eben in der Windows-Umgebung unterwegs ist.

00:26:45: Und da macht das natürlich dann auch Sinn.

00:26:46: Und es gibt ja inzwischen auch coole Windows-Laptops.

00:26:48: Und ich habe auch jahrelang gut mit Windows gearbeitet.

00:26:50: Also ich habe bis ich, boah, das war jetzt wahrscheinlich schon zehn Jahre her, als ich auf Mac umgestiegen bin.

00:26:56: Aber vorher habe ich, also habe ich ein nix vermisst an Windows und habe damit wirklich cool und produktiv gearbeitet.

00:27:00: Jetzt möchte ich nicht mehr zurück, aber ich will ja auch gar nicht zu viel Apple-Fanboyen.

00:27:03: Da interessiert mich einfach so dein Take, weil das natürlich, und darauf will ich ja hinaus in der Frage,

00:27:07: natürlich ist ein MacBook oder überhaupt diese ganzen Apple-Sachen sind natürlich sehr teuer im Vergleich.

00:27:11: Und dann ist die Frage, ist es das Geld wert, ist es den Preis wert?

00:27:14: Muss jeder auch letzten Endes für sich entscheiden, wo der Wert drauf liegt.

00:27:18: Aber ich sage mal, wenn man das MacBook nur hat...

00:27:20: Wenn man das MacBook nur haben möchte, um da eine halbwegs gescheite Entwicklerumgebung zu haben, dann braucht man es nicht.

00:27:25: MacBook hat natürlich auch viele andere Vorzüge, die da nicht so reinspielen.

00:27:28: Ja, haben wir, glaube ich, schon mal in einer anderen Folge auch besprochen.

00:27:31: Ich finde das ja immer noch klasse, dass wir noch nie ein Virus hatten oder irgendwas in der Form.

00:27:34: Und soweit ich mich erinnern kann, ist uns auch noch nie ein Mac-Rechner ausgefallen.

00:27:39: Also im Sinne von kaputt gegangen oder lief auf einmal nicht mehr oder so.

00:27:42: Also wir konnten alle immer dann, ja, irgendwie gebraucht verkaufen oder so.

00:27:46: Oder halt weiter benutzen.

00:27:47: Heute wieder von der Freundin gehört, dass sie auf der Arbeit zwei Stunden...

00:27:50: ...nicht arbeiten konnte, weil der Windows-Rechner ein Update unbedingt jetzt machen musste.

00:27:54: Ah ja, schön.

00:27:55: Na gut.

00:27:56: Aber wir wollen gar nicht so verhaten.

00:27:57: Hat mich einfach interessiert zu deinem Take zu der Frage.

00:28:00: Ja.

00:28:01: Ja, Kay, jetzt kommen wir eigentlich zu der letzten sinnvollen Frage.

00:28:04: Die würde mich schon interessieren, wie so dein Blick da drauf ist.

00:28:06: Und zwar haben wir jetzt neue Stellen für eine Team-Assistenz ausgeschrieben.

00:28:11: Und das ist so eine Stelle, die soll mir ein bisschen zuarbeiten und eigentlich so alles in unserer Firma machen, was nicht viel mit Coden zu tun hat.

00:28:17: Also von Rechnungen schreiben über Team-Events organisieren.

00:28:20: Dann ein Büro schöner machen.

00:28:22: Vielleicht ein bisschen Post organisieren.

00:28:24: Alles, was nicht mit Programmieren zu tun hat.

00:28:26: Mhm.

00:28:27: Und jetzt haben wir ja so ein bisschen die Situation, dass, wenn wir nach Entwicklenden suchen, dass sich im Wesentlichen Männer bewerben.

00:28:34: Also ich sag mal zu, ja, wahrscheinlich über 95 Prozent.

00:28:38: Und das ist ja eigentlich schade, weil wir ja ein sehr diverses Team haben möchten.

00:28:42: Also von unterschiedlichen Kulturen und alles, was so Diversität beinhaltet.

00:28:46: Frauen, Männer und so weiter.

00:28:47: Ja.

00:28:47: Und jetzt haben wir diese Stellen ausgeschrieben.

00:28:50: Wir haben eine Unterschreibung für diese Team-Assistenz halt veröffentlicht.

00:28:52: Und es bewerben sich im Wesentlichen Frauen, aber auch ein paar Männer.

00:28:56: Und die haben mitunter wirklich auch sehr gute Bewerbungen.

00:28:58: Und jetzt frage ich mich, Kay, nehme ich jetzt aktiv eine Frau, um so ein bisschen auf die Quote zu gehen und zu sagen,

00:29:04: wir kriegen ein diverseres Team und kriegen nochmal einen neuen Blickwinkel und so?

00:29:08: Oder ist das blöd für die Männer, die sich bewerben?

00:29:11: Oder ist das vielleicht sogar auch blöd, weil man mit einer Team-Assistenz vielleicht klassischerweise eher eine Frau assoziieren würde

00:29:16: und wir deshalb vielleicht gerade auch einen Mann nehmen sollten?

00:29:19: Hast du da Ideen?

00:29:20: Ich finde das eine fantastische Frage, weil genau darüber habe ich letztens auch nachgedacht,

00:29:26: als ich die ganzen Bewerbungen gesehen habe und auch, dass sich da viele Männer auf die Position beworben haben.

00:29:33: Und ich habe da kein abschließendes Urteil davon, außer dass mir einerseits Diversität wichtig ist.

00:29:40: Und ich finde, es gibt einfach ein ganz anderes Klima, wenn man divers aufgestellt ist.

00:29:44: Das muss jetzt gar nicht zwangsläufig Mann-Frau sein, sondern es kann auch alles andere sein.

00:29:48: Das ist immer förderlich.

00:29:50: 100 Prozent.

00:29:51: Gleichzeitig finde ich es auch blöd, jetzt nur danach eine Auswahl zu treffen.

00:29:55: Und ich denke schon, dass das mit in die Gewichtung eingehen sollte, als wichtiges Kriterium, aber eben nicht als ausschließliches Kriterium.

00:30:04: Und wenn dann doch sich Männer bewerben, die unserer Meinung nach besser für den Job geeignet sind,

00:30:09: dann würde ich die nicht nehmen, nur weil es Männer sind.

00:30:13: Okay. Also das steht natürlich für mich fest.

00:30:15: Ich würde natürlich immer den besten Kandidaten nehmen.

00:30:18: Und die Frage kommt ja vor allem dann auf.

00:30:20: Wenn man zwei Kandidaten hat, die ähnlich sind.

00:30:22: Und dann fühlt sich es für mich einerseits ein bisschen diskriminierend gegenüber den Männern an, wenn man dann eine Frau wählt.

00:30:27: Nur weil sie eine Frau ist, ist ja irgendwie auch blöd.

00:30:29: Oder aus welchen anderen Diversitätsgründen man jetzt auch immer dann jemanden auswählt.

00:30:33: Weil man damit ja zwangsläufig auch jemanden dann diskriminiert.

00:30:36: Man könnte natürlich aber auch argumentieren, dass der andere vielleicht, ja, wo war bessere Chance, woanders.

00:30:40: Das trifft jetzt für manche Kriterien trifft das vielleicht zu.

00:30:44: Aber es ist doch irgendwie total komisch, die Frage, oder?

00:30:46: Und ich erwische mich da auch selbst bei, wie ich da vor diesen Bewerbungen sitze.

00:30:49: Und die Frage für mich selbst eben auch nicht beantworten kann.

00:30:51: Das ist ja eigentlich genau das Thema.

00:30:52: Eigentlich würden wir uns wünschen, dass sich gleichermaßen Frauen und Männer für die Berufsfelder bewerben, für die wir ausschreiben.

00:31:00: Das gilt für Teamassistenz genauso wie für Entwicklende.

00:31:03: Aber in der Realität, wie du es gerade gesagt hast, bewerben sich für die WebentwicklerInnenstelle ausschließlich Männer, glaube ich, in der aktuellen Runde.

00:31:11: Wenn ich mich nicht irre.

00:31:12: Und das sind ganz viele Hände voll Bewerbungen.

00:31:14: Ja, also vielleicht ein, zwei.

00:31:17: Ah.

00:31:18: Für weibliche Kandidatinnen, die sich da beworben haben.

00:31:20: Okay.

00:31:21: Also es ist wirklich, also an einer Hand abzuzählen.

00:31:23: Und für die Teamassistenz vielleicht jetzt so 50-50, wenn ich es überflogen habe.

00:31:28: Na, es sind schon wesentlich mehr Frauen.

00:31:30: Dann finde ich es eigentlich wieder gerecht, um zu sagen, ja, wir können uns zwar wünschen, dass sich mehr Frauen als Entwicklerinnen bewerben, aber tun sie halt nicht.

00:31:40: Und um dann insgesamt so eine Gleichheit herzustellen oder zumindest ein bisschen mehr divers aufzustellen, gehen wir dann absichtlich diese unfaire Behandlung,

00:31:48: auf der einen Seite ein, um das auf der anderen Seite ein bisschen auszugleichen.

00:31:53: Und dann könnte man natürlich sagen, in der perfekten Welt würden wir eigentlich das Geschlecht bei der Bewertung außen vor lassen.

00:31:59: Aber in der perfekten Welt würden sich auch gleich viele Geschlechter und Diversitäten bewerben.

00:32:04: So ist es halt nicht.

00:32:05: Und ich glaube dann schon zumindest darauf zu achten, dass wir insgesamt diverse aufgestellt sind in der Firma.

00:32:11: Hat dann für mich, wenn du mich jetzt darauf festnageln wollen würdest, eine höhere Gewichtung als vielleicht die,

00:32:18: die Männer unfair zu behandeln, nur weil sie Männer sind, die sich dann für die Stelle bewerben.

00:32:23: Was nicht heißt, dass wir das jetzt unbedingt mit einer Frau besetzen sollten, auch wenn sie unserer Meinung nach weniger gut geeignet ist für den Job.

00:32:30: Ja, ich verstehe schon, worauf du hinaus willst.

00:32:33: Wie ich das jetzt mache, ist, ich lade alle ein, von denen ich das Gefühl habe, dass sie eine Top-Bewerbung geschrieben haben.

00:32:38: Und da vielleicht auch ein kleines Bonbon für die Leute, die unser Podcast hören und sich bei uns bewerben wollen.

00:32:43: Mir ist schon wichtig, dass gerade bei so einer Teamassistenzstelle, die da auch Kontakt mit Kunden hat, Kontakt eben zu Ausführungen,

00:32:48: die die großen Wälder, auch die Firma ein Stück weit repräsentiert, dass die Bewerbungen frei von Rechtschreibfehlern sind.

00:32:53: Also zumindest weitestgehend. Da gibt es natürlich eine Grenze, die man auch verzeihen kann.

00:32:58: Dass die ganze Bewerbung insgesamt strukturiert ist, dass die vernünftig aufgeteilt ist, dass die vom Layout her auch,

00:33:04: also dass man einfach sieht, dass die Person ein bisschen organisiert ist, auch schon in der Bewerbung.

00:33:08: Und mein bevorzugtes Szenario wäre natürlich jetzt, dass eine Frau die allerbeste Bewerbung und dann das beste Bewerbungsgespräch macht und sich die Frage gar nicht stellt.

00:33:16: Ja, da würden wir dem.

00:33:18: Dilemma aus dem Weg gehen und dann uns gar nicht aus der Frage stellen müssen, ist natürlich auch elegant.

00:33:22: Ich lade alle ein, von denen ich das Gefühl habe, dass die Bewerbung wirklich mit Verstand gemacht ist, für uns gemacht ist, eine gute Struktur hat.

00:33:30: Und wo ich so das Gefühl habe, das passt wirklich so vom Setting dann auch wirklich zu uns.

00:33:34: Ich glaube zu erinnern, dass wir tatsächlich mal vor einigen Jahren schon eine Bewerberin zum Vorstellungsgespräch im Büro hatten,

00:33:43: wo dann zufällig mehrere Leute da waren.

00:33:46: Und dann haben wir da eben mit, ich weiß nicht,

00:33:47: fünf, sechs Männern gesessen.

00:33:49: Und die hat sich so ein bisschen Verhalten geäußert.

00:33:52: So, ach, sie ist reingekommen, nur so ein Männerhaufen, dass das gleich so ein Geschmäckle hätte.

00:33:56: Auch wenn wir es dann, glaube ich, im eigentlichen Gespräch ein bisschen relativieren konnten.

00:34:00: Aber ich nehme an, ich bin ja keine Frau oder auch eine andere Minderheit, die bei uns im Unternehmen vielleicht nicht so vertreten ist, wie wir es gerne hätten.

00:34:08: Aber dass das schon einen Eindruck macht, wenn man in so einen Raum reinkommt und man sieht erstmal nur, weiß ich nicht, sechs so mitteljunge, weiße, erwachsene Männer, wie wir es sind.

00:34:17: Das macht, glaube ich, schon einen Eindruck.

00:34:19: Und deswegen bin ich da auch bemüht, der Diversität mehr Rechnung zu tragen.

00:34:26: Ja, kann ich mich gut erinnern, die Situation.

00:34:28: Aber wir versuchen daran zu arbeiten, aber es ist nicht so einfach.

00:34:30: Also, liebe Frauen, liebe Menschen, die ein bisschen anders sind, bewerbt euch fröhlich bei uns.

00:34:36: Wir wären total glücklich.

00:34:38: Auch als, also, oder vor allem als Programmierer und Programmiererinnen.

00:34:41: Okay, jetzt habe ich am Anfang eine Warm-Up-Frage gemacht.

00:34:44: Jetzt würde ich noch eine kleine Cooldown-Frage machen und dann sind wir für heute durch.

00:34:47: Ja, sehr gerne.

00:34:48: Ja, ich wollte dich noch fragen, ob du schon weißt, dass du nicht mehr die aktuellste Apple Vision Pro hast.

00:34:57: Ich wusste es nicht, beziehungsweise wäre mir eigentlich sicher, dass ich es mitbekommen hätte, wenn es da eine offizielle neue Version gäbe.

00:35:04: Deswegen nehme ich an, du spielst auf irgendeine überbande Asantrik in der Frage versteckt, sagen wir es mal.

00:35:11: Nee, überhaupt nicht.

00:35:12: Ich habe das schon mitbekommen, dass es Gerüchte gibt und sowas.

00:35:15: Aber jetzt musst du mich doch aufklären, was du da meinst.

00:35:17: Ja, heute ist hier rausgekommen die Apple Vision Pro mit M5-Prozessor.

00:35:22: Ach, also bitte.

00:35:23: Und diesen Dual Headband.

00:35:26: Das ist ja jetzt nur so ein kleines Upgrade.

00:35:28: Ja.

00:35:29: Jetzt mache ich hier, pass auf, jetzt geht es aber los.

00:35:31: Haben die das nicht angekündigt oder was?

00:35:33: Nee, die haben das einfach rausgefeuert.

00:35:34: Übrigens mit einem MacBook Pro 14 Zoll mit M5-Prozessor.

00:35:38: Kein Pro oder Ultra oder sowas, sondern wirklich nur dieses Basic-Modell.

00:35:41: Und ich meine auch ein iPad mit M5.

00:35:44: Also das sind natürlich wirklich Minor-Upgrades.

00:35:45: Und die haben nicht mal irgendwelche Videos oder so dazu rausgebracht.

00:35:49: Ja.

00:35:49: Aber es sind die ersten Geräte mit M5.

00:35:51: Und ja, Vision Pro fand ich ganz interessant, weil die ergeblich auch mehr Pixel rendert.

00:35:55: Was auch immer das heißt.

00:35:56: Ich weiß nicht, ob das Display mehr Pixel hat oder...

00:35:58: Naja, irgendwie habe ich das nur so vor zehn Minuten gelesen und habe gedacht, das schmeißt die jetzt mal entgegen.

00:36:03: Und die ist 300 Euro günstiger geworden.

00:36:06: Heilige Makrele.

00:36:07: Was sie natürlich immer noch schweineteuer macht, aber finde ich auch interessant.

00:36:10: Also ja, ich habe sie gerade auf dem zweiten Bildschirm an.

00:36:12: Und meiner Meinung nach ist der Headband eigentlich das,

00:36:15: was sie schon bei der ersten Version hätten machen müssen.

00:36:17: Und es ist eigentlich nur mit Geldmacherei zu erklären, dass sie das nicht beigelegt haben.

00:36:21: Weil das muss denen aufgefallen sein.

00:36:22: Und das ist eigentlich auch nach wie vor das größte Problem an dem Gerät, dass es zu schwer ist.

00:36:27: Und da kannst du ein Headband drumherum machen, wie du willst.

00:36:30: Das hilft nicht.

00:36:31: Ich habe ja selber schon einige Custom-Lösungen ausprobiert,

00:36:34: die versprechen, das Gewicht mehr auf den Kopf zu verteilen, statt so vorne ins Gesicht.

00:36:38: Aber das hilft alles nichts.

00:36:39: Nach so zwei, drei Stunden tut mir zumindest richtig das Gesicht weh.

00:36:43: Ach, das heißt, du versprichst dir auch nicht viel von dem neuen...

00:36:45: ... neuen Headband von Apple?

00:36:46: Nee, nee, auf keinen Fall.

00:36:47: Ah, interessant.

00:36:48: Es gibt ja schon so etwas Ähnliches, was die da beigebracht haben.

00:36:51: Aber das ist es alles nicht.

00:36:53: Die Brille muss leichter werden.

00:36:55: Das ist das Hauptproblem.

00:36:56: Und das zweite Problem, wenn es nur um die Hardware geht, ist, dass das Field of View zu klein ist.

00:37:01: Man hat die ganze Zeit so eine Taucherbrille auf, wo man die Ränder sieht.

00:37:05: Und wenn man so einen Film guckt, wo nur in der Mitte eigentlich die Musik spielt,

00:37:08: dann fällt es nach einer Zeit gar nicht so auf.

00:37:10: Aber sobald man irgendwelche Anwendungen hat, die so ein bisschen AR-Feeling haben,

00:37:15: also Augmented Reality, wo du deine Umwelt sehen möchtest,

00:37:18: oder vielleicht so voll immersive Erfahrungen,

00:37:20: fällt es doch auf, dass man nur so einen Taucherbrillentunnel-Blick nach vorne hat.

00:37:24: Und das sind eigentlich die beiden Sachen, die sie lösen müssen, damit es wieder relevant wird.

00:37:28: Und natürlich Software nachliefern, also Content.

00:37:32: Du hast ja jetzt gesagt, dass es so neue Funktionen gibt in VisionOS dann, 26.

00:37:37: Genau.

00:37:38: Wo man sich so Applikationen dann zum Beispiel an einem bestimmten Ort heften kann.

00:37:41: Also zum Beispiel kannst du dir in der Küche, ich sage jetzt mal, eine Notiz packen.

00:37:44: Und immer, wenn du dir eine Notiz packst, kannst du dir eine Notiz packen.

00:37:45: Wenn du in die Küche gehst, ist da halt diese Notiz.

00:37:46: Das finde ich von der Idee her ganz witzig.

00:37:48: Ja, es ist schon nach wie vor auch die beste Filmschau-Experience, die es so gibt.

00:37:52: Insbesondere mit den AirPods da im Ohr.

00:37:55: Es ist fantastisch, aber es kannst du aber wirklich nur für einen Film genießen.

00:37:58: Und dann ist es eigentlich schon zu schwer und alles Mögliche.

00:38:02: Aber ich halte nach wie vor daran fest, ich fürchte nur,

00:38:05: auch weil das ja gar nicht jetzt in den letzten Präsentationen vorkam oder sowas,

00:38:08: dass sie da jetzt wirklich intensiv dran kochen

00:38:11: und dann in einem Jahr mit der Revolution um die Ecke kommen.

00:38:14: Oder dass die das jetzt auch so ein bisschen auf kleiner Form mitlaufen lassen.

00:38:18: Ich habe auch schon gelesen, dass das Programm eingestellt ist

00:38:21: und dass die eher so auf Brillen gehen, weil das wohl viel versprechender ist.

00:38:25: Aber das Problem hast du da natürlich genauso mit Gewicht und so.

00:38:28: Ja, ich versuche natürlich weiterhin, dir das Zugeständnis abzuringen,

00:38:32: dass die Vision Pro nicht mehr das richtige Gerät ist,

00:38:34: damit ich es endlich verkaufen kann.

00:38:36: Nein, Quatsch. Aber solange du es benutzt und da Fan von bist,

00:38:39: darfst du es natürlich weiterhin fröhlich verwenden.

00:38:42: Ja, man kann es leider nicht für viel anderes benutzen als Filme gucken

00:38:44: Aber das mache ich immer noch so 3-4 Mal im Monat

00:38:46: und freue mich immer darüber wie geil das ist

00:38:47: Aber du baust auch ganz viele Apps dafür, nicht, dass uns das Finanzamt noch auf die Schliche kommt

00:38:50: Ja, natürlich

00:38:54: Dazu muss man ja zu unserer Ehrrettung sagen: Wir haben es ja tatsächlich gekauft um Anwendungen dafür zu schreiben

00:39:08: und Webseiten darauf zu testen und so weiter und so fort

00:39:11: Dass das jetzt im Nachhinein nicht so gut klappt, wie wir uns das vorstellt haben ist ne andere Sache

00:39:13: Aber auch für Code-Reviews und so hast du das ja am Anfang viel genutzt

00:39:14: Genau, mal gucken. Ja, ist auf jeden Fall ein spannendes Feld an Geräten.

00:39:17: Ich habe es tatsächlich am Anfang viel für Meetings genutzt, aber da gab es jetzt technische und organisatorische Hindernisse, dass das leider nicht mehr funktioniert.

00:39:24: Weil Teams darauf nicht mehr geht, ne?

00:39:27: Ja, ach, da könnte ich jetzt rein nerden, dass anscheinend eine eigene Geräteklasse ist, die von großen Organisationen explizit freigegeben werden müssen und sowas. Das ist ein bisschen abenteuerlich.

00:39:38: Ja, Kay, ich finde, das war ganz spannend. Du hast ein paar Fragen beantwortet, die ich dir immer schon mal entgegenschmeißen wollte. Und ich würde sagen, jetzt haben wir 19.23 Uhr, jetzt ist gut gewesen.

00:39:50: Das hättest du jetzt aber auch nicht sagen dürfen, ne? Mit der Gewerkschaft und so. Schon bester Feierabend.

00:39:55: Du bist ja nicht im Tarif.

00:39:56: Ach so. Ja, Felix hat mich auch gefreut. Ich rede natürlich gerne. Ich hoffe, da war das ein oder andere Gehaltvolle dabei. Ansonsten sammle ich fleißig, um dich auch mal zu löchern. Ich habe schon drei Sachen notiert.

00:40:06: Ach, wunderbar.

00:40:07: Ja, Kay, ich wünsche dir einen wunderbaren Urlaub, den du dir natürlich verdient hast. Und ich hoffe, dann sehen wir uns in ganz alter Frische wieder in ein paar Wochen. Mach's gut, ciao, ciao.

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