#51: Technologie-Rant: von SOAP bis VPN

Shownotes

In dieser Folge wird ausnahmsweise ordentlich gemotzt: Felix und Kay sprechen über Technologien und Systeme, die im Arbeitsalltag regelmäßig für unnötigen Frust sorgen.

Dabei geht es um fünf Kunden mit fünf inkompatiblen VPN-Clients, alte SOAP-Schnittstellen, Sicherheits-Policies, die Prozesse in Konzernen eher komplizierter als sicherer machen, und die Tücken der Terminabstimmung zwischen verschiedenen Kalendersystemen.

Eine Folge aus dem Alltag einer Softwareagentur – mit einer guten Portion Rant und Ironie.


🎧 Hosts:
Felix Dransfeld & Kay Domrose – Geenen IT-Systeme GmbH, Dortmund
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00:00:05: Felix: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von unserem Webcafé. Und als erstes begrüße ich mal unseren Kay.

00:00:11: Kay: Hallo Felix, du musst dir mal eine andere Einleitung einfallen lassen, sonst klingt das immer so wie von KI gesprochen, wenn du jedes Mal das Gleiche sagst.

00:00:18: Felix: Das ist ja interessant. Und ich habe gedacht, das wäre irgendwie cool, wenn ich vielleicht mal irgendwann anfange, was Ähnliches zu sagen, damit man so einen Signature-Einleitungs-Move hat. Also meint ihr, ich sollte doch wieder kreativer werden? Wäre kein Problem.

00:00:30: Kay: Achso, ich will dir gar nicht vorschreiben, was du zu tun hast.

00:00:31: Felix: Leben. Aber wir verändern trotzdem was, Kay. Und zwar haben wir nämlich Feedback bekommen, dass unser Tee-Intro manchmal etwas ausufert und das ist ja tatsächlich so. Und deswegen würde ich vorschlagen, dass wir es heute mal ausprobieren, dass du mir zwar sagen darfst, was du mitgebracht hast, aber wir darüber schwadronieren am Ende des Podcasts für alle die Leute, die noch so ein bisschen was von uns persönlich mitkriegen wollen und so ein bisschen Smalltalk und dass das Intro einfach nicht so lang wird und wir schneller zu den Themen kommen. Also Kay, was hast du mitgebracht? Punkt.

00:01:00: Kay: Einen Grüntee.

00:01:05: Felix: Ich habe eine ganz besondere, passt eigentlich ganz gut jetzt zur späteren Vorstellung. Ich will nicht zu viel sagen. Das ist so ein Lemongrass-Tea. Und der muss sowieso noch ziehen. Von daher passt es ganz gut, dass wir da später erst drüber sprechen.

00:01:16: Kay: Das heißt, wir haben jetzt 10 Minuten Zeit für die Folge und dann ist der Tee gezogen und wir können endlich über Tee reden.

00:01:21: Felix: Sozusagen, genau. Ja, und die Folge wird vielleicht ganz spannend. Du hattest ein bisschen Vorbehalte, weil wir auch so ein bisschen ranten hier gegenüber bestimmten Technologien und Sachen. Aber ich weiß noch nicht, wie die Folge hinterher heißen wird. Aber wir wollten uns so ein paar Sachen rauspicken, wo wir sagen, boah, boah, da haben wir uns in der Vergangenheit mit schwer getan oder vielleicht auch heute noch. Und da einfach mal drüber sprechen und vielleicht gibt es ja inzwischen auch bessere Alternativen. Bevor wir dazu kommen, habe ich aber noch zwei Sachen. Und zwar habe ich in der letzten Folge versprochen, ich werde das mit den ULIDs in Laravel nochmal nachchecken. Und du hast gesagt, die wären standardmäßig aktiv. Das konnte ich so nicht finden. Man kann aber das Trait HasUlids in den Models aktivieren.

00:01:59: Kay: Ja, das meine ich ja, mit dem Standardmäßig dabei und man muss dann das Trait, das es schon gibt, einhängen, damit es dann auch genutzt wird. weil ansonsten die Auto-Inkremente genommen werden. Aber es ist schon da, man muss es nur einsetzen.

00:02:06: Felix: Okay, okay, okay. Ja, ja. Okay, perfekt. Nur einfach der Vollständigkeit halber hier. Genau. Und dann habe ich gestern von Gabriel, unserem KI-Guru, noch den Tipp gekriegt, dass man doch in Claude Code, jetzt wenn man das im Terminal verwendet, /doctor eingeben kann. Also der englische Doctor. Und das fand ich ganz praktisch, weil die neuen Opus 5 Modelle, ganz frisch jetzt raus, aber auch Fable 5, die benutzen die internen CLAUDE.md-Dateien und so etwas anders. Ich will gar nicht zu sehr ausholen. Aber wenn man dieses /doctor ausführt, dann reinigt er sich selbst quasi und schmeißt Informationen raus, die nicht mehr benötigt werden, guckt ob MCPs, die man installiert hat, dass die noch verwendet werden und so weiter und räumt das Ganze ein bisschen auf und das kann dazu führen, dass man hinterher dann doch eine ganze Ecke weniger Tokens verbraucht und vielleicht auch bessere Ergebnisse bekommt. Also das nochmal als kleiner Tipp hier schnell vorweg.

00:02:57: Kay: Ich tippe das mal hier parallel ein.

00:02:59: Felix: Ja, in der heutigen Folge wollen wir uns ja so ein paar Technologien rauspicken, mit denen wir uns schwer getan haben in der Vergangenheit. Und da denkt man natürlich direkt irgendwie an sowas wie Java Applets oder jQuery oder Typoscript, vielleicht in IE6 und die habe ich alle nicht genommen, deswegen konnte ich es dir sagen. Vielleicht hast du eine davon, wir haben uns vorher nicht informiert. Willst du starten oder soll ich mal durch starten?

00:03:22: Kay: Ja, also es ist generell ein schwieriges Thema, weil bei den ganzen Technologien, egal wo man sich damit beschäftigt, aber überall gibt es ja die Tendenz, dass sich Sachen immer mehr angleichen. Also ein gutes Beispiel dafür ist früher die Browser. In den Urzeiten waren die Browser alle wie so fancy Markenprodukte, die alle irgendwelche fancy coolen Features haben wollten. Alleine schon, wie sie HTML rendern oder mit JavaScript funktionieren. Und da war das so ein bisschen Mode, dass man sowas Besonderes haben wollte. Da sah jede Videokonsole auch noch anders aus und es war ein total buntes Spektrum. Und heute wird das alles irgendwie gleichgeschaltet, weil sie sehen, oh ja, der Konkurrent hat ein cooles Feature, das alle toll finden, dann bauen wir es doch auch ein. In der Hoffnung, dass die Leute zu uns kommen oder unsere Kunden nicht wegrennen. Und so ist das, glaube ich, mit den Technologien, wo früher, du hast gesagt, sagt, IE6 halt so sein eigenes Süppchen geschlagen hat. Heute kann man ehrlicherweise gar nicht mehr hingehen und sagen, boah, der Browser ist besser oder der Browser ist besser, weil sie im Prinzip alle das Gleiche machen.

00:04:21: Kay: Und das ist mir in der Retrospektive total schwer gefallen, dann auf irgendwas zu zeigen. Plus, hab glaube ich den Luxus, dass ich nicht so lange im Geschäft bin wie du und so solche Sachen wie Internet Explorer oder was du JavaScript Applets hast du gesagt? Ja.

00:04:33: Felix: Java Applets, das sind diese in Java geschriebenen Anwendungen, die man halt in Web einbinden konnte, so als total unresponsive Fenster. Ich weiß gar nicht, ob es das heute noch gibt und da musstest du natürlich auch erstmal Java installieren und naja, ich fange gar nicht erst an.

00:04:45: Kay: Bin ich zu jung für, glaube ich. Also noch nicht lange lange noch im Geschäft. Nee.

00:04:48: Felix: Hast du nicht erlebt? Oh, Kay, du hattest ein schönes Leben.

00:04:49: Kay: Ja, das meine ich nämlich. Eigentlich bin ich ziemlich froh über das, was wir machen. Plus, da kommt ja noch dazu, wenn man ja so ein bisschen Professionalität erreicht hat wie wir, dann fällt es natürlich total schwer, auf irgendwas zu zeigen und sagen, guck mal, das ist scheiße. Weil meistens gibt es ja immer so einen Satz mit, ja, aber für diese und jenen Anwendungsfälle ist das schon möglich und die geben sich die beste Mühe und sowas. Aber ich weiß nicht, ob ich mich da ruhigen Gewissens hinstellen kann und sagen, das ist scheiße. Außer eine Sache.

00:05:18: Kay: VPNs.

00:05:20: Kay: Felix, habe ich mich letztens noch wieder mit beschäftigt. Also VPN ist so eine Technologie, vielleicht um das kurz zu sagen, um eine sichere Verbindung von einem Endgerät, also zum Beispiel hier meinem MacBook zu irgendetwas anderem herzustellen und dann wird alles, was ich so machen möchte, dadurch kanalisiert. Und wofür wir das zum Beispiel benutzen, ist, dass große Firmen so abgeschottete Firmennetzwerke haben, man aber da irgendwie rein muss, um irgendwelche Dinge zu zu deployen oder sonst irgendwas. Und das geht dann nur durch ein VPN. Schaltet man ein VPN an, dann wird der Traffic, den man so auf seinem Gerät produziert, da durchgetunnelt und kann dann da in ein System rein, was ansonsten nicht direkt zugänglich ist. Genau.

00:05:58: Felix: Das heißt ja Virtual Private Network und es geht wirklich darum, dass man virtuell im Netzwerk der Gegenpartei quasi ist.

00:06:05: Kay: Und wenn man, glaube ich, eine gewisse Größe als Firma erreicht hat, kommt man da gar nicht drum herum, weil man dann eben sehr schön kontrollieren kann, wie so die Einfallstore im System sind. Da sieht man schon, wie ich zu relativieren anfange. Aber für mich als derjenige, der mit fünf unterschiedlichen Kunden hantiert, die alle ihr eigenes VPN haben, bedeutet das, ich muss mir fünf separate VPN-Programme installieren, weil die alle nicht kompatibel miteinander sind.

00:06:32: Felix: Ah, jetzt weiß ich auch, worauf du hinaus willst, Kay.

00:06:34: Kay: An sich schon, könnte ich ja sagen, okay, ich installiere mir einmal OpenVPN zum Beispiel und dann habe ich fünf OpenVPN-Verbindungen, wo ich durchschalten kann und wunderbar. Nee, jeder hat sein eigenes Tool und nicht nur, dass jeder sein eigenes Tool hat, sondern dadurch, dass die so tief ins Netzwerk eingreifen von meinem Rechner, wollen die auch alle unbedingt gleichzeitig beim Start geloadet werden, aber die mögen es nicht, wenn man noch andere VPNs aktiv hat. Das heißt, wenn man dann von dem einen zum anderen wechseln muss, muss man das eine deaktivieren, hoffen, dass es auch wirklich geklappt hat, das andere aktivieren, hoffen, dass sich das nicht beschwert, dass ein anderes Ding ist und erst mal den Rechner neu starten, bevor man da drankommt. Ach, ey, ich bin da wirklich, vielleicht ist das so ein bisschen an meinem spezifischen Use Case, dass ich so oft dazwischen und her wechsle. Dass es da nicht mal irgendwie eine Lösung gibt, dass man sagt, so hier, wir haben uns jetzt alle mal gemeinsam auf ein VPN-Protokoll geeinigt. ja, ich weiß, die haben alle total tolle unterschiedliche Features, die nicht kompatibel sind. Aber um Gottes Willen, so schwer kann es doch nicht sein.

00:07:25: Felix: Oh, Kay, das war ein herrlicher Rant, also perfekt, also richtig geil. Und ich kann dem eigentlich auch nichts hinzufügen. Am Anfang dachte ich, du wolltest VPN an sich jetzt hier in schlechtes Licht stellen. VPN ist ja eigentlich eine coole Sache, hilft auch ja auch nicht nur Technikern, sondern auch ganz vielen Leuten da draußen, die vielleicht so ein bisschen anonymer im Internet unterwegs sein müssen, aus welchen Gründen auch immer. Also gegen VPN an sich kann man auch nichts sagen. Und es gibt ja auch tolle VPN-Methoden und Clients. Zum Beispiel hat Apple ja nativ eine VPN-Unterstützung auch im System. Die nutzt nur kein Mensch, beziehungsweise die ist mit nichts kompatibel, was die Kunden uns anbieten. Und dann gibt es so Sachen wie OpenVPN. VPN, da könnte man jetzt auch sagen, hört sich zumindest nach einem offenen Standard an, den man verwenden könnte. Aber Kay, du hast es eigentlich gut ausgeführt. Ich bin zu 100% bei dir, weil das wirklich eine Katastrophe ist, so viele verschiedene Protokolle und Programme zu haben, die dann auch noch ablaufen und alles Mögliche. Und wenn ich den Rechner aufmache, starte ich irgendeinen Zscaler und von Cisco habe ich noch irgendwelche Sachen und OpenVPN mag ich noch am liebsten, aber ist auch ein separates Programm. Also Kay, ich kann mich eigentlich nur anschließen und habe auch gar keine Abhilfe dafür.

00:07:33: Kay: Nein.

00:07:58: Kay: Ja.

00:08:26: Kay: Die Leute sollen einfach mal ihre Sachen zusammenbekommen und sagen, okay, wir einigen uns jetzt auf einen Stand. Es ist ja schon so, wenn man sich ein bisschen mehr mit nicht so Firmenlösungen beschäftigt, dann merkt man ja schon, dass irgendwie so das WireGuard da irgendwie so als grundlegendes Protokoll, ich meine schon, recht verbreitet und es total viele Sachen gibt, die da oben drauf bauen. Aber da sind wir so ein bisschen das, was ich gerade bei dem Browser eigentlich gepriesen habe, dass die sich alle so angleichen. Beim VPN wollen dann doch alle irgendwie ihr eigenes Süppchen kochen.

00:08:56: Felix: Stimmt. Ja, Kay, jetzt haben wir ja so eine große Reichweite hier und haben ja mit der letzten Podcast-Folge so viele Hörende erreicht wie noch nie. Viel zahlen können wir irgendwann nochmal eingehen. Und dann wäre das doch die einmalige Gelegenheit, hier allen zu sagen, welches Protokoll sie benutzen sollen, damit wir in Zukunft nur noch ein einziges haben. Also was ist unsere Empfehlung oder haben wir überhaupt eine?

00:09:17: Kay: Ich könnte es gar nicht sagen, ehrlich gesagt. Ich will da jetzt auch den ITlern nicht reinsprechen. Das sind ja alles erfahrene Netzwerktechniker und Administratoren. Ich bin ja nur so ein schnöder Endkunde. Und ich bin total sicher, dass die sich da Gedanken drüber gemacht haben, was jetzt für deren Anwendungsfall die beste bla bla bla bla. packt doch einfach so ein Wireguard drauf, das ist auch noch Open Source und dann wird das schon fluppen für wahrscheinlich die allermeisten Anwendungsfälle, mit denen man so konfrontiert ist.

00:09:41: Kay: Und das kann doch jetzt wirklich, Leute, setzt euch mal zusammen, macht doch mal so eine VPN-Konföderation, wie es auch so ein Browser-Gremium gibt und dann finden wir doch alle mal was Gemeinsames. Das kann doch so schwer nicht sein.

00:09:53: Felix: Ja, so richtig unterschiedlich sind die ja glaube ich auch nicht, in dem was sie können. Also ich meine, wir aktivieren das nur und dann funktioniert es. Ich weiß nicht, ob da unter der Haube große Unterschiede sind.

00:10:04: Kay: Ich glaube, so was dieses eigentliche, wie gesagt, kein Netzwerktechniker, was dieses normale Traffic-Tunneln angeht, machen die, glaube ich, wirklich das Rad nicht neu, aber dann kann man ja auch noch da Systeme um Systeme draufbauen, was dann alles geroutet wird und es ist ein Mühsam.

00:10:21: Felix: Die werben ja alle damit immer besonders sicher zu sein, aber ich habe gerade mal gegoogelt, also OpenVPN, hatte ich ja eben gesagt, hört sich nach einem offenen Standard an, kann aber macOS zum Beispiel relativ nicht. Was macOS aber kann, ist IKEv2. Und da sagt ChatGPT, zumindest ist es modern und die beste Wahl. Man kann Mac tatsächlich noch Cisco IPsec und L2TP über IPsec. Whatever that means. Aber ich könnte mich auf IKEv2 einigen und dann direkt über den Mac. Oh, das wäre so schön.

00:10:48: Kay: Ja, ich weiß es auch nicht. Felix, ich weiß es auch nicht. Da kann man auch wirklich drüber ranten, weil da, glaube ich, kein Land in Sicht ist. Aber jetzt habe ich mich gerantet, jetzt geht es auch wieder für ein Jahr.

00:10:58: Felix: Herrlich, Kay. Ich habe auch ein Thema für dich. Und da geht es so ein bisschen mehr in die Technik rein. Und zwar hatte ich früher das Vergnügen, ganz viel mit SOAP-Schnittstellen zu arbeiten und hatte da letztens wieder Berührung mit, weil ein Kunde von uns ein älteres Programm mitgebracht hat und das wiederum hat eine SOAP-Schnittstelle, die da verwendet wird und ans Web-Frontend angebunden ist. Und wir dürfen uns jetzt mit dem XML darin rumplagen. Bist du gebranntes Kind, was SOAP angeht oder ist das auch vor deiner Zeit?

00:11:29: Kay: Ich habe da über Bande mit zu tun gehabt und ehrlicherweise nicht genug, als dass ich mir darüber ein Urteil leisten könnte. Deswegen, ja.

00:11:37: Felix: Dann mache ich es für dich. Ist eine Katastrophe. Man könnte natürlich jetzt auch im Diplomaten-Kay-Sprech sagen, ja, es hat auch seinen Anwendungsfall und so weiter. Nein, aber eigentlich muss man sagen, es ist eine veraltete Technologie, wie man über Schnittstellen früher kommuniziert hat. Und da könnte man jetzt auch noch weiter zurückgucken. Aber SOAP war so das Erste, wo man sagt, das ist in gewisser Weise standardisiert gewesen.

00:11:57: Felix: Und das, was man heute benutzt, um das schon mal vorwegzunehmen, sind ja REST-Schnittstellen, wobei REST jetzt nicht vorgibt, was im Inhalt drin ist. Also eine REST-Schnittstelle kann ja auch theoretisch zum Beispiel XML übertragen. Klassischerweise schickt man über REST aber natürlich viel auch JSON. Und bei SOAP war das eher so, während man jetzt bei REST sowas hat wie slash Customer slash 23 und dann würde man eben den Kunden mit der ID 23 bekommen, war das dann über SOAP noch in diesen klassischen Parametern mit Method gleich GetCustomer und ID gleich 23 dann zum Beispiel, um den Customer zu bekommen. So rein in der URL könnte ich mich damit noch halbwegs anfreunden, wobei ich dieses REST-Prinzip eigentlich ganz cool finde, dass man eben auch diese HTTP-Status-Methoden benutzt mit Delete, Post, Get und so weiter und darüber quasi impliziert, was man eigentlich jetzt gerade machen will. Aber was mich an SOAP eigentlich stört, ist, dass das eben an XML gebunden ist. Und wir haben da eben früher dann Daten über XML geschickt, dann noch mit diesem gewissen SOAP-Overhead. Da gibt es so einen Header-Bereich und so ein Body und so. Und XML lässt sich halt super schlecht in PHP und JavaScript wieder auseinanderfummeln. Und jetzt mögen da Leute heute sitzen, die dann sagen, ja, das ist aber eigentlich ja nur ein DOM und da kann ich mich in JavaScript zum Beispiel leicht durchnavigieren. Aber das war natürlich früher nicht der Fall. sondern früher hat man dann mit GetElementByName hat man sich dann da irgendwie eine Customer rausgesucht oder ElementsByName, das war ja dann auch ein Array und musste dann durch die NodeLists durch iterieren. Oh, das war so grausig und ich bin so froh, dass wir heute mit JSON einfach quasi JavaScript-Objekte geliefert bekommen, die wir direkt verwenden können. Das ist so schön. Und ich habe mich für das Thema hier entschieden, um das hier mal reinzubringen. Einerseits, um zu zeigen, warum gibt es heute überhaupt REST, warum gibt es JSON und wie ist es da so hingekommen. Aber in diesem Soap steckt halt auch noch viel mehr drin. Also du hast einerseits SOAP, dann hast du, wenn du das in JavaScript abfragen wolltest, was gar nicht so üblich war, oft hat man es über das Backend geschleust und dann über PHP und da gab es dann diesen SOAP-Client, diese Funktion, mit der man das sogar ganz gut auseinandernehmen konnte. Genau, aber in JavaScript hätte man diesen XML-HTTP-Request gemacht. Also das war der Vorläufer von Fetch. Und das war eigentlich von vorne bis hinten eine Katastrophe. Allein schon, weil XML drin steht, aber gar nichts mit XML zu tun hat. über einen XML-HTTP-Request kann ich halt alles abrufen. Und was man dann früher gemacht hat, ist da eigentlich mit jQuery noch dran zu gehen. Und jQuery wird uns allen noch ein Begriff sein. Kann ich gar nicht schlecht drüber sagen, habe ich mal geliebt. Da konnte man mit jQuery, konnte man so ein AJAX- oder Post-Request machen und darüber die Sachen abrufen. Und da sieht man schon so, das war früher eine wahnsinnig aufwendige und komplizierte Sache, so eine API anzufragen und das Ergebnis zu verarbeiten, sich durch dieses XML dann im Beispiel durchzunavigieren, durch dieses SOAP, um dann irgendwann an seine Daten dran zu kommen. Und wie schön es heute ist, einfach eine REST-Anfrage zu machen. Man kriegt ein Ergebnis zurück. Also heute ist es jedenfalls ein Genuss, mit einer API zu arbeiten. Und deswegen muss ich hier einmal auf SOAP draufhauen und hoffe, dass das nie wieder groß hochkommt, außer in Legacy-Anwendungen, wo wir dann die Freude haben, das Ganze zu ersetzen. Uh!

00:15:23: Kay: Browser arbeitet, um FormData zu erzeugen, denkt sich, what the fuck ist mit euch denn los? Also da hatten wir einen Kunden, also der wollte ein FormData-Objekt schicken, aber mit einem .NET-Framework. Da hat er gesagt, geht doch nicht, wie soll ich das jetzt machen? Muss der sich selber irgendwie diesen Textbody zusammenbauen? Und da guckt man von der einen auf der anderen Technologie natürlich leicht drauf und sagt, guck mal, das ist scheiße für so, wie wir es benutzen, aber für das, wofür es vielleicht eigentlich gemacht wurde, ist es vielleicht genau der richtige Fall und wir stecken nicht genug drin, um das zu urteilen. Aber das ist jetzt wieder dieses blöde relativieren. Das wollen wir heute gar nicht machen eigentlich. Ja.

00:15:54: Felix: What about this? Nein, aber es gibt ja schon einen guten Grund, warum das heute nicht mehr so wahnsinnig viel verwendet wird. Man muss aber fairerweise sagen und da hast du natürlich einen Punkt, das kommt eher so aus dieser .NET-Geschichte, glaube ich, Java, kann sein, dass das jetzt ein bisschen falsch ist, jedenfalls, genau wie du gesagt hast, nicht aus der Web-Technologie, weil da hätte man wahrscheinlich relativ früh erkannt, dass das nicht so gut auseinander zu fummeln ist mit den Werkzeugen, die man so hat, also von daher stimme ich dir da natürlich bei und es geht ja jetzt auch gar nicht darum, jetzt irgendwie eine Technologie hier ganz in den Abgrund zu treten, sondern auch so ein bisschen zurückzugucken und auch ein bisschen Spaß dabei zu haben, zu sehen, so wo kommen wir her und was haben wir früher so gemacht und vor allem auch zu sagen, früher war nicht alles besser. Und das sagen wir heute in Zeiten von KI.

00:16:17: Kay: Ja.

00:16:31: Kay: Ja, tatsächlich, das wird nochmal spannend, wie das das beeinflusst. Schauen wir mal. Es ist ja spannend, dass so Sachen wie zum Beispiel, ich habe auch jetzt letztens so viel mit Newslettern und RSS-Feeds rum und das ist ja immer noch XML, also so gegen XML selber.

00:16:43: Felix: Ja, RSS, da muss man was zu sagen. Ist das noch ein Ding?

00:16:46: Kay: Ja, da machen wir jetzt ein ganz anderes Thema auf, aber für mich ist das die große Entdeckung des letzten Jahres, weil ich mir dann einfach aus aus den Quellen, die mich interessieren, selber eine Timeline zusammenstellen kann, ohne Werbung, ohne irgendwas, ohne dafür auf Instagram oder sonst irgendwas sein zu müssen. Dann habe ich mir schön so einen RSS-Reader gebaut, wo ich die ganzen Seiten, die mich so interessieren, zusammenaggregiere und dann gucke ich da einmal drauf, scroll da einmal durch und kann dann Social Media für den ganzen Tag sein lassen. Das ist großartig.

00:17:12: Felix: Interessant. Ich hatte damals im Firefox so Bookmarks, die sich aus RSS gespeist haben. Und dann konntest du dann draufgehen und hast dann zum Beispiel die neuesten Nachrichten aus diversen Quellen quasi als Links in deiner Bookmarkleiste gehabt. Das war eigentlich mal ganz cool, weil genau wie du gesagt hast, erst mal verschiedene Quellen und dann aber auch werbefrei, also zumindest in dem Feed. Und das war eigentlich ganz praktisch. Aber das ist ja kein Rant, sondern genau das Gegenteil.

00:17:23: Kay: Ganz genau.

00:17:33: Kay: Ja, stimmt, das wollen wir nicht.

00:17:35: Felix: Übrigens gibt es ein RSS-Feed zu unserem Podcast. Also scheinbar wird das hier und da doch noch verwendet. Und im Podcast ist das eine große Sache. Also es ist Pflicht, dass man es hat und hat auch eigentlich jeder.

00:17:44: Kay: Das ist ja kein Rant gegen XML, sondern gegen Soap gewesen.

00:17:48: Felix: Ja, ja, das stimmt. Wobei, na ja, vielleicht sogar mehr gegen XML als gegen SOAP. Aber wir lassen es mal so stehen.

00:17:54: Kay: Oh Gott, oh Gott, oh Gott. oder?

00:17:54: Felix: Ich habe ja früher in einer Firma gearbeitet, wo wir so Ferienhausportale gebaut haben. und da hat man natürlich wahnsinnig viel mit Schnittstellen zu tun, weil wir so Reservierungen natürlich machen mussten. Wir mussten uns überhaupt die Ferienhausdaten ziehen und da lief jedenfalls sehr viel über Riesenschnittstellen und alles über XML und es war ein Genuss.

00:18:13: Kay: Oh je.

00:18:14: Felix: Schön, aber Kay, du hast bestimmt noch einen Punkt mitgebracht. Wirf mir mal einen vor.

00:18:16: Kay: Ja, mit dem habe ich mich am ehesten getan. Das ist wirklich auch eine Sache, die ich weniger aufführen kann, als wirklich, dass ich da objektiv was zu sagen kann, sondern eher nur, wie individuell mich das nervt.

00:18:29: Kay: Und das sind übertriebene Sicherheitspolicies von großen Firmen, mit denen man zusammenarbeitet. Das geht so ein bisschen rein in diese VPN-Schiene, dass natürlich je größer so ein Unternehmen wird und je mehr, wie sage ich das jetzt diplomatisch, nicht technikaffine Menschen da leben, desto höher ist die Chance, dass sie aus, ja nicht Dummheit, aber aus Unwissen irgendeinen Quatsch machen und dann so ein ganzes Netzwerk kompromittieren, indem sie irgendwelche Software installieren auf ihrem Firmenrechner, indem sie irgendwelche Webseiten ansurfen, indem sie irgendwas machen. Und für uns auch wieder als externe Dienstleister, die, würde ich jetzt mal von uns beiden behaupten, sich ziemlich gut mit ihrem Mac und allem, was darauf so passiert, auskennt, ist einfach einfach jedes Mal so ein Ast in die Speichen rein, wenn es dann heißt, ja, aber hier npm kannst du aber nicht installieren, weil wir das hier auf unserem Netzwerk bannen. Da musst du hier Proxy benutzen und dann musst du dir aber von der IT erstmal eine Freischaltung dafür holen lassen.

00:19:21: Kay: Und da denke ich mir dann einerseits immer, ja, schön, dass wir bei uns in der Firma technikaffine Menschen haben, dass wir eigentlich so wenig Hindernisse wie möglich haben müssen. Da reicht es ja schon, einen gescheiten Account zu haben. Oder bei großen Firmen kann ich es schon nachvollziehen, aber für uns, als sie da reinkommen, ist halt, immer nervig. Die Tools funktionieren nicht so, wie man will. Man muss für alles sich extra irgendwas einholen, irgendeine Berechtigung. Was das an Geld kostet, das muss man sich mal überlegen.

00:19:46: Felix: Boah, Kay, ich weiß gar nicht, ob ich da überhaupt anfangen soll. Ich würde wahrscheinlich heute nicht mehr aufhören. sondern vielleicht guckt man so ein bisschen auf uns, wie wir das machen, weil wir ja zum Beispiel keine zentral verwalteten Rechner haben. Also du hast den MacBooks schon erwähnt und jeder ist sein Administrator und hat letztlich seinen MacBook auch selbst aufgesetzt und hat auch seinen eigenen iCloud-Account und so weiter. Also da ist nichts zentral verwaltet, weil wir eben sagen, wir haben nur seniorige Entwickler bei uns und nur Leute, die sich mit den Rechnern auskennen und fairerweise macht es Mac einem auch relativ einfach. Gerade für einen Entwickler, der auch mal rumprobieren muss, der in die Tiefen des Systems absteigt, ist das ja essentiell, dass der Herr über seinen Rechner ist. Natürlich birgt das auch gewisse Risiken, aber ich muss jetzt sagen, in den letzten 15 Jahren hatten wir nicht annähernd mal irgendwie den Fall, dass wir mit irgendwelchen Sicherheits-Lags oder irgendwas zu tun haben.

00:20:35: Felix: Und wahrscheinlich ist so ein Mittelweg dann am Ende das Richtige, weil wir sind natürlich da so sehr offen und sehr frei und jetzt hoffe ich, dass uns nicht alle Kunden zuhören und sagen, was tut ihr mit so Sachen? Wir haben schon so Sicherheitsnetze, unsere Festplatten sind alle verschlüsselt, ganz klar, unsere Passwörter sind in Passwortmanagern usw. weiter und so fort. Also das sind schon sichere Systeme, aber eben anders, als das jetzt ein Konzern machen würde, der das so von oben drauf diktiert und man für jede Änderung, ja, bestenfalls noch an eine andere Abteilung ranmuss und wir haben natürlich dann viel mit Webservern und Deployment zu tun und das ist natürlich ein Wahnsinn, wo man sich da durchhangeln muss und viele Sachen auch selbst mit mehrfacher Nachfrage so gar nicht machen kann, sondern wirklich an externe Abteilungen rausgeben muss, die dann irgendwas machen, die sich im Zweifel schlechter mit den Sachen auskennen als wir, also natürlich nicht immer, aber das sind oft dann nicht unbedingt Fachmänner ja für unsere Anwendung. Ja, und da entstehen natürlich Sachen draus, die wir nicht nachvollziehen können als kleine und dynamische Firma, sage ich mal so.

00:21:30: Kay: Das ist, glaube ich, unser großer Vorteil, dass wir ja eigentlich kein gezielten Angriffsvektor haben. Das ist ja immer die spannende Frage bei solchen Sicherheitssachen. Und große Firmen können natürlich schon gezielt Fokus von Angriffen werden, die maßgeschneidert sind auf diese Firmen mit Betriebsspionage oder weiß ich nicht was. Und da musst du natürlich schon ganz anders dran und sagen, okay, wir müssen wirklich verhindern, dass dass hier irgendwelche Mitarbeiter durch Social Engineering zu was gebracht werden, was sie nicht dürfen und deswegen hier so enge Schranken einziehen. Während wir sagen, naja, also, dass jemand eine gezielte Attacke gegen unser Unternehmen fährt und dann mit Social Engineering versucht, sich als Felix auszugeben und zu sagen, mach mal irgendwas, wahrscheinlich eher gering. Wir haben natürlich dann gleichzeitig auch, das war ja letztens erst der Fall, dass es beim npm so eine Supply-Chain-Attack gibt, wo man irgendein Package installiert hat, was gefährdet war. Und wenn man dann Pech gehabt hat, hat es die lokale Env-Datei ausgelesen, irgendwelche Credentials ausgelesen. Da hatten wir zufällig Glück, dass wir unser Update-Fenster so hatten, dass wir da die schlechte Version übersprungen haben. Aber das hätte natürlich schiefgehen können, wenn jeder morgen seinen Rechner hochfährt, einmal das Projekt aktualisiert und dann den ganzen Rechner exposed hätte. Also da reden wir natürlich auch mit Glück und sagen, uns ist noch nichts passiert. Zumindest nichts, von dem wir wissen. Das ist ja auch noch eine andere Sache. Vielleicht sprechen wir dann in einem Jahr ganz anders, wenn uns dann mal was passiert ist und wir sagen, oh ja, ein bisschen müssen wir jetzt vielleicht doch drauf achten.

00:22:55: Felix: Ja, ich habe ja schon gesagt, das Thema ist natürlich so vielschichtig, dass wir das weder hier erschöpfend bearbeiten können, noch man da irgendwie eine Wahrheit finden kann. Aber was ich auf jeden Fall festhalten kann ist, und das siehst du glaube ich genauso, auch, dass man den Mitarbeitenden nicht vertraut und Und dann ist da jemand in einem Administrationssystem, der da tagtäglich mit arbeitet und der hat dann aber keine vollen Administrationsrechte. Ja, damit auch ja nichts schief geht, aber er kann auch nicht sich mal eben Plug-in installieren oder sowas oder bestimmte Einstellungen da doch nicht vornehmen. Und da denke ich immer, vertraut doch euren Leuten so ein ganz bisschen mehr. Weil ich denke immer, wenn so Leute was kaputt machen wollen, dann können die auch was kaputt machen. Der kann ja immer noch alle Texte löschen oder so. Klar, dann gibt es ja vielleicht eine Revision davon. Aber wenn jemand was kaputt machen will und böswillig irgendwas machen will, dann kriegt er das auch hin. Und dann kann man ihm auch gerade die Rechte geben. Nicht, dass er dann noch mehr kaputt macht, aber dann ist er zumindest, wenn es ein guter ist und das sind ja die allermeisten, nicht so blockiert.

00:23:47: Kay: Ich vermute mal, da sind die Firmen am Ende eines Weges, der sehr blutig und steinig ist.

00:23:51: Felix: Das stimmt natürlich. Das stimmt. Ja, sobald einmal irgendwas passiert, zieht man natürlich Schranken ein. Also das merken wir bei uns auch. Also ich habe mal einen Auszubildenden rausschmeißen müssen und der hat mir dann auch gesagt, ja, ich habe über Vien installiert und so. Und dann wird man natürlich schon hellhörig und überlegt so, ah, ist das richtig, dass die Leute dann Zugriff auf bestimmte Kundenaccounts haben und so. Und seitdem geben wir das ein bisschen feiner raus. Also wahrscheinlich immer noch offener, als jeder Konzern das machen würde. Aber ja, das ist dann natürlich schon Augenöffnen. und klar, wie du das sagst, blutiger Weg. Also wenn man alles schon mal gesehen hat, dann will man auch alles irgendwie verhindern.

00:24:25: Kay: Man kann vielleicht noch mal um die ganzen Kunden, die hier bestimmt massenhaft zuhören, zu beruhigen, zu sagen, dass wir bei den Kundenaccounts, insbesondere externen Accounts, das über Passwortmanager schon so gelöst haben, dass nur die Mitarbeitenden mit den Kundendaten in Kontakt Takt kommen, die sie auch tatsächlich brauchen.

00:24:41: Felix: Aber genau, und das ist natürlich wichtig und richtig und definitiv so the way to go. Ja, das war natürlich in unseren Anfängen anders, wo man dann einen FTP hatte, wo alles irgendwie drauf lag und so. Aber da haben wir ja Gott sei Dank inzwischen bessere Infrastrukturen. Aber Kay, in deinem Punkt allgemein gehe ich sehr mit.

00:24:56: Kay: Danke. Das reicht jetzt auch wieder für ein Jahr.

00:24:58: Felix: Einen habe ich noch. Das fühlt sich so schnell an hier, die Folge. Wir sind jetzt hier gerade bei 25 Minuten Minuten und sind mit fast einem schon durch, einfach weil wir nicht eine halbe Stunde über Tee erzählt haben.

00:25:08: Kay: Das kommt ja dann A nachher und B klettert das Thermometer ja gerade wieder über 30 Grad. Das heißt, ich bin auch gar nicht böse drum, wenn wir es heute ein bisschen kompakter halten.

00:25:35: Felix: Pass auf, dann schmeiß ich noch den letzten Punkt rein und das geht schon fast wieder so ein bisschen in kurze Einrichtung und zwar, wobei eigentlich gar nicht, ich habe ein Riesenproblem seit jeher mit Kalendern und Terminen und das ist ja eigentlich ein gelöstes Problem und glaube ich eher ein Problem, das bei uns ist oder ich sag mal so, es wäre auch ganz schnell gelöst, wenn wir einfach Microsoft verwenden würden, also ein Exchange-Postfach oder sowas, dann hätten wir keine Probleme. Aber ich sage mal so, allgemein verwenden ja die allermeisten unserer Kunden irgendwie das Microsoft-Umfeld und dann natürlich auch viel Outlook-Exchange und stellen darüber auch Termine ein und so weiter. Und wir kriegen dann als armselige Nicht-Microsoft-User und Apple-User und jeder bestenfalls noch seinen eigenen Kalender, kriegen wir gerade noch so Mails, wo dann so mail-anhang.ics drin ist, den man öffnen kann und in dem Moment hat der Kalender aber schon was eingetragen und dann bestätigt er einen Termin, das kommt aber manchmal nicht beim Kunden an. Dann habe ich doppelte Termine drin, wenn jemand eine Terminabsage schickt, dann geht er immer auf den ersten Termin der Serie und ich weiß aber nicht, welcher Termin abgesagt wurde. Und es ist ein unendliches Leid und da wollte ich mal einmal deine Meinung zu haben. Wir haben ja schon oft darüber gesprochen in der Vergangenheit, aber ist das Problem, was nur bei uns existiert oder ist das allgemein? Oh.

00:26:32: Kay: Also ich könnte gar nicht sagen, dass ich damit großartig so ein Problem hätte tatsächlich. Also es stimmt schon mit diesen E-Mails, aber da bekomme ich zum Glück nicht so viele, dass es mir irgendwie negativ auffallen würde. Da geht es eher wieder rein, wenn die Firmen sagen, ja, man hat jetzt zwar so einen Firmenkalender, wo alles ordentlich drinsteht, aber den dürfst du jetzt nicht in deinen lokalen Apple-Kalender einpflegen, weil wir Apple nicht als vertrauenswürdigen Drittanbieter zulassen. Und dann habe ich schon tatsächlich auch öfter Termine verpasst, weil dann habe ich zwar meinen Apple-Kalender auf und werde da benachrichtigt und Outlook auch, aber Outlook hat sich im Hintergrund abgemeldet und möchte wieder angemeldet werden, weil da auch eine Security Policy sagt, jeden Tag einmal anmelden und dann bekomme ich das nicht mit. da bin ich schon wieder im Rant jetzt.

00:27:17: Kay: Aber so an sich bin ich da, glaube ich, nicht so aufgestellt wie du, der ja ständig mit Kundenkontakt und Erstkontakt und weiß ich nicht, was da zu tun hat. Also ich fürchte, da kann ich nicht ganz mitgehen. Hm.

00:27:27: Felix: Okay, interessant. Vielleicht ist das auch tatsächlich ein Problem bei mir. Dann muss ich nochmal gesondert drüber nachdenken. Aber du hast es gerade angesprochen, auch Kontakte oder Termine rausschicken ist auch so ein Thema. Weil wenn ich jemandem einen Termin schicke, dann kann ich das machen. Aber ich habe irgendwie keine richtige Resonanz, ob der Termin jetzt wirklich und korrekt ankommt beim Gegenüber und wie der ankommt. Und deswegen sage ich den Kunden immer ja, stellen Sie mir einen Termin ein. Und dann machen die das immer ganz lieb und wissen nicht, dass dahinter eigentlich steckt, ich kann gar nicht so richtig Termine rausschicken. Ja, das ist irgendwie total umständlich, weil ich natürlich gerne mit diesen nativen Sachen arbeite. Also hier zum Beispiel mit dem Apple-Kalender, der natürlich top synchronisiert ist auf alle meine Geräte, aufs Handy, aufs iPad und so weiter. Und den liebe ich sehr, auch von der Übersicht und so, gehen auch die Geschmäcker auseinander, aber für mich funktioniert er gut. Ich habe da unseren Familienkalender drin, ich habe den Arbeitskalender da drin, wie du das gesagt hast, der tatsächlich bei Google liegt, bei uns. Das funktioniert auch ganz gut mit der Integration. Genau, und dann aber eben auch meine persönlichen Kalender. und da habe ich so das Gefühl, das ist immer ein totales Kuddelmuddel, ja, wie man Termine schickt, wie man die kriegt. Und ich glaube, das größte Problem ist eben, dass Microsoft da ja ein Besprechungsobjekt, sage ich mal, draus macht oder ein Terminobjekt, da auch ganz viele Sachen rein speichert. Und dieses ICS-Format, iCalendar ist das, glaube ich sogar, ich weiß gar nicht, ob das von Apple kommt, vermute nicht, aber könnte sein, hört sich zumindest so an. Das ist halt so ein, ja, textbasiert wird auch das von Microsoft sein, Aber da stehen eben jetzt nicht so vollumfänglich Informationen drin, wie die bei Microsoft sind. Und da kommt ja dazu, dass man bei Microsoft, wenn man da Termine einstellt, da kann man auch die Verfügbarkeiten von den anderen Leuten sehen, solange die in der gleichen Organisation sind. Das ist natürlich alles, was unsere Kalender jetzt nicht so richtig anbieten. Ich müsste dann deinen Kalender irgendwie bei mir einbinden, aber ich will natürlich nicht deine Termine sehen und so. Also ich habe es noch nicht gelöst, das Problem und hätte da gerne eine bessere Lösung auf Dauer.

00:28:21: Kay: Hm.

00:29:15: Kay: Ja. Ich glaube, die Schwierigkeit da ist zum einen natürlich das, was du gesagt hast, da auch wieder jeder möchte für seinen Use Case den Kalendereintrag so pimpen, wie er es gerne braucht. Aber dann auch, dass es ja kein allgemeines Protokoll zum Austausch von Kalender gibt. Also für E-Mails, ja, aber das ist halt ein Dateiformat und nicht ein Protokollformat. Und wenn es jetzt so geht, ich möchte dir eine Nachricht schreiben, dann weiß ich, es gibt dafür das E-Mail-Format. Dann muss ich ja herausfinden, welchen Server du hast und da an den E-Mail-Port quasi dieses Protokoll schicken. Dann kommt das bei dir an und du kannst es bei dir lokal verwerten. Wenn ich dir einen Kalendereintrag schicken möchte, gibt es dafür ja keinen Prozess, kein Protokoll, wie ich dir jetzt als Felix entgehen einen Kalendereintrag schicken kann. Was ich dann halt irgendwie machen muss, ist das über die einzig bekannte Kommunikation zu machen, über E-Mail. Und dann habe ich halt wieder so einen ICS-Anhang oder sowas. Kann vielleicht drauf hoffen, dass mein E-Mail-Programm das selbstständig ausliest oder so. Aber es gibt kein HTTP-Port, kein Server-Port für Kalender so richtig.

00:29:29: Felix: Naja, es gibt ja ICS.

00:30:38: Felix: Ereignis gefunden und ich könnte das dem Kalender hinzufügen. In dem Moment ist es aber schon auf dem Kalender und in der Microsoft-Welt ist das natürlich ganz schön, wenn ich einen Termin bekomme, den bestätige, dann löscht sich auch die E-Mail automatisch, weil ich weiß, ich habe das bearbeitet. Aber das ist wahrscheinlich wie immer, wenn man sich in einem System bewegt, dann ist es halt sehr harmonisch und in dem Moment, wo man systemübergreifend arbeitet, fliegt es manchmal ein bisschen auseinander und ich habe so das Gefühl, gerade bei Kalender und Kontakten, muss man vielleicht dann sogar noch mit reinnehmen, ist das nochmal im Speziellen schwierig.

00:31:07: Kay: Vielleicht gibt es da bei Mail auch so ein Plugin oder sowas, was extra dafür gemacht ist, dachte ich jetzt gerade. Wobei es gibt ja schon diese Integration, dass du an dem Kalender aufpoppst, hier, Siri hat dieses Event gefunden, aber da stimme ich dir zu, so richtig funktionieren tut das auch nicht.

00:31:14: Felix: Hm, hm.

00:31:20: Felix: Ja, und ich glaube, es ist aber auch im Wesentlichen die Übertragung, weil Apple zum Beispiel kann ja in Apple Mail, da kannst du auch einen Exchange-Post voranlegen und dann könnt ihr auch exchange. Also das ist, glaube ich, nicht mal das Problem. Aber da bin ich jetzt technisch auch nicht zu tief drin. Ich wollte nur mal einmal mein Leid damit kundtun, dass das noch so ein Thema ist, wo ich also jeden Tag mit zu tun habe und mir oft denke so, ach, irgendwie muss das nochmal besser werden.

00:31:41: Kay: Ich will es jetzt nicht immer alles maximieren, aber ich sage mal, einer der Themen, mit denen ich mich beschäftige viel, auch in meiner Freizeit, ist, dass ja die Technologie dafür da ist, uns ein Tool zu sein und wenn du eine Technologie verwendest, die dir kein Tool ist, sondern mehr ein Hindernis, gibt es garantiert ein Tool, das dir da besser das löst, was du gerne möchtest. Das heißt, vielleicht ist dann Apple Mail doch nicht das Tool der Wahl, auch wenn es vorinstalliert ist und du das nativ magst. Und dann installierst du dann, weiß ich nicht, Thunderbird oder sowas und das hat da aber eine viel bessere Integration für solche Probleme zum Beispiel.

00:32:05: Felix: Nein, aber geil.

00:32:13: Felix: Bin ich mir sicher, dass das geht. Aber genau, also ich mache das natürlich alles unter der Prämisse, ich würde gerne die Standard-Tools von Apple benutzen.

00:32:21: Kay: Du bist ja so ein Purist.

00:32:22: Felix: Jaja, und würde mir wünschen, dass es damit klappt. Was für ein Mail-Programm benutzt du denn?

00:32:26: Kay: Auch das normale Mail-Programm, aber ich habe damit ja auch nicht so Schmerzen. Aber benutzt du denn auch den nativen Safari für die Entwicklung, Felix?

00:32:28: Felix: Naja, okay.

00:32:32: Felix: Also nein, ich benutze Chrome. Aber tatsächlich habe ich mich schon oft gefragt, warum ich Safari nicht benutze, weil Safari ja wirklich super smooth läuft, eine gute Entwicklerkonsole hat und letztlich auch Chromium-basiert ist. Das heißt auch technisch nicht.

00:32:42: Kay: Excuse me. Safari ist nicht Chromium-basiert.

00:32:46: Felix: Was ist es denn?

00:32:47: Kay: Das WebKit ist die eine von drei, dreieinhalb Browser-Engines, die man so hat.

00:32:53: Felix: Ah, warte mal, aber ist Chrome dann auch WebKit?

00:32:56: Kay: Also es gibt Chromium, da basieren die allermeisten Browser drauf. Es gibt Firefox, das heißt, da ist, glaube ich, Gecko-Engine im Hintergrund. Und es gibt eben WebKit und Safari. Es gibt jetzt noch so ein neues, das heißt, glaube ich, Ladybird. Die sind eine komplett neue Engine am Entwickeln, total crazy. Und alle anderen Browser, die es so gibt, basieren auf einer der drei Sachen, auf normalen Betriebssystemen. Auf iPhone ist es zum Beispiel so, egal welchen Browser du installierst, benutzt der Webkit im Hintergrund. Also egal, was du machst, immer eine Safari-Instanz im Hintergrund, aber für Mac vor allem sind es diese drei, die du haben kannst. Und da hat Safari sein eigenes Webkit-Ding.

00:33:29: Felix: Ah, das ist ja interessant. Irgendwie war ich in letzter Zeit immer der Annahme, obwohl mir das natürlich bekannt vorkommt, was du sagst, dass Chrome und Safari die Sachen gleich rendern.

00:33:36: Kay: Also wahrscheinlich ähnlich, weil sie ja den gleichen HTML und CSS-Standard und sowas verfolgen, aber so minimale Unterschiede gibt es dann schon, vor allem wenn ein neues CSS-Feature rauskommt, wie schnell das wo adaptiert wird und sowas. Es gibt da so einen Schnelltest. Man kann sich mal, ich glaube im W3C oder sowas oder in diesem, wie heißt es noch, in diesem HTML-Wiki, dessen Name mir gerade nicht einfällt, da kann man sich mal so eine Seite öffnen von so einem nativen Input. Und dann öffnet man diese Seite mal in verschiedenen Browsern und schaut sich an, wie dieser Input gerendert wird. Und dann kann man sehen, dass zum Beispiel in den Chromium-basierten Browser dieser Input immer gleich aussieht. Also weil da halt natives CSS hinterliegt und nicht irgendwie optisch modifiziert. und im Firefox sieht es dann ein bisschen anders aus und im Safari sieht es auch ein bisschen anders aus. Oder native Select-Boxen oder sowas. Da kann man es dran festmachen.

00:34:22: Felix: Das ist ja interessant, weil ich hatte das Thema als Thema auf meiner Shortlist, was ich mitbringen könnte, nämlich HTML-Default-Stylings.

00:34:31: Kay: Ja, da kann man es ein bisschen festmachen.

00:34:33: Felix: Das ist mir so ein Dorn im Auge, aber da habe ich natürlich gedacht, Es gibt schon so coole Reset-CSS und so, mit denen man das Problem halt so easy umgehen kann, dass es vielleicht nicht der Rede wert ist. Aber diese Default-Stylings, die auf so Form-Elementen und ja auf allem, auf P-Tags und so weiter drauf sind, auf Buttons, das ist ja eine Grausamkeit.

00:35:00: Kay: Cool.

00:35:03: Felix: und da haben sich die Anfänge des Internets irgendwelche schändlichen Sachen überlegt, unter denen wir heute noch leiden und wo sich keiner traut, dran zu gehen, obwohl das natürlich so mit HTML5 oder so vielleicht eine gute Gelegenheit gewesen wäre, aber deswegen, das Thema habe ich nicht mitgebracht, aber interessant, dass du es jetzt ansprichst. Ja Kay, ich würde sagen, mit unseren wichtigsten Themen sind wir jetzt schon länger durch, deswegen darfst du mir jetzt noch was zu deinem Tee sagen, ich habe schon wieder vergessen, was du mitgebracht hast.

00:35:16: Kay: Ja, ich habe aus meinem Urlaub, das habe ich im letzten Podcast schon erzählt, da habe ich ein bisschen tollen Tee eingesammelt und dabei war ein grüner Tee, den trinke ich ja eigentlich nicht, aber in der Geschmacksrichtung Limoncello.

00:35:27: Felix: Mit Alkohol.

00:35:27: Kay: Natürlich mit Aroma gecheatet. Nee, das leider nicht. Und den habe ich mir jetzt vorhin aufgebrüht und dann in so ein fancy Glas mit Eiswürfeln reingeworfen, in der Hoffnung, jetzt so ein fancy Eistee zu haben. Aber stellt sich heraus, wenn man da keinen Zucker in irgendeiner Form reinwirft, dann schmeckt es auch einfach wie grüner Tee mit irgendwas. Nämlich immer so ein bisschen leicht bitter, was ich eigentlich nicht so mag. Dementsprechend ist das jetzt auch nicht so ein Eistee, an den man vielleicht denkt, wenn man sich so einen leckeren, frisch gezapften eigenen Eistee im Sommer vorstellt.

00:35:59: Felix: Ich habe so ein bisschen die gleiche Befürchtung. Ich habe meinen Tee jetzt tatsächlich über diesen Podcast noch nicht probiert, weil der hier noch gezogen hat. Ich habe nämlich hier so ein Lemongrass-Tee mitgebracht. Ich halte mal meine Kamera.

00:36:11: Felix: Das ist wirklich, wer das jetzt gesehen hat, das ist wirklich so Zitronengras, so ein bisschen grob klein geschnitten. Und das habe ich auf so einem Markt in Thailand damals gekauft.

00:36:20: Kay: Sieht so ein bisschen aus wie das, was die Gärtner hier nach dem Rasenmähen auf der Wiese liegen lassen.

00:36:25: Felix: Ja, so ein bisschen, vielleicht ein bisschen grober und trockener. Aber es riecht ganz fantastisch. Also wenn man daran riecht, riecht wirklich gut. und das ist wirklich reines Zitronengras, also nichts drin, obwohl da Tee draufsteht, aber ich glaube jetzt nicht, dass es noch mit irgendwas versetzt ist. Und neben dem guten Geruch habe ich so ein bisschen die Befürchtung, dass das gar nicht süß ist und trocken schmeckt, aber das werde ich jetzt hier live verkosten. Gib mir eine Sekunde.

00:36:48: Felix: Oh, ist lecker, ist wirklich lecker. Also süß ist es nicht, aber es ist wirklich sehr rund, richtig zitronengrasig. Boah, das hätte ich jetzt nicht erwartet.

00:37:12: Kay: Schön, das freut mich.

00:37:13: Felix: also meine Empfehlung, einfach Zitronengras, habe ich in so ein Teesieb gepackt, ja jetzt, wie lange, bestimmt eine halbe Stunde ziehen lassen und es ist wirklich ein herrlicher Tee, hat jetzt inzwischen auch eine gute Temperatur bei dem Wetter hier, so ich sag mal so handwarm herrlich, jetzt würde ich gerne sagen der hat mich über einen Podcast getragen, aber der wird mich jetzt hier über die restlichen Arbeitsstunden tragen Kay, ich danke dir wie immer und wir hören uns in der nächsten Woche Bis dann, ciao, ciao.

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